Die Ehe ist am Ende, als Jennifer sich entschließt mit ihrer Tochter Nelly zu ihrer Tante Anne nach Portley zurückzukehren. London den Rücken zu kehren fällt Jenny leicht, Nelly eher nicht. So sind die ersten Konflikte vorprogrammiert und neben Pasties gehen auch die Gefühle hoch.
Diese Meinungsverschiedenheiten sind aber nichts gegen den Toten, der an der Hafenmauer hinabsinkt, nachdem er von einer Pasty gekostet hat.
Zufall? Oder war der Streit zuvor die Ursache?
Cosy crimes haben sich in den letzten Jahren einen Platz in der Krimiszene gesichert.
Weit ab von den blutrünstigen Thrillern und auch etwas abgegrenzt von den klassischen Krimis bieten sie mit ihrem Fokus auf Atmosphäre, Gemütlichkeit und den Verbindungen zwischen den Charakteren eine dritte Gattung einen Mord zu erzählen.
Malerisch in Cornwall gelegen, mit einem Hauch von Geschichte und echten, handfesten Charakteren zeigt der ersten Band um "Portley" die Qualitäten auf, die es für einen guten cosy crime braucht.
Der Fall spielt eine nicht zu geringe Rolle und doch sind es andere Rätsel und das Erkunden der Charaktere was im wirklichen Fokus steht.
Gelungene Dialoge, die eine oder andere tollpatschige Entscheidung und wir sind mittendrin im Geschehen. Eine Prise Lokalkolorit, Nostalgie und ein dummer Constable fertig sind die Zutaten für den Start einer neuen Reihe.
4 von 5 Detektivinnen
Donnerstag, 4. Juni 2026
Mittwoch, 3. Juni 2026
Matthias Bürgel "Schrei nach Rache"
Vier deutsche Flughäfen, keine kleinen, ein Profiler, der eingeschränkt ist, und vier Leichen, die sich nur darin gleichen, dass sie übel zugerichtet wurden. Zumindest scheint es so. Denn wie so oft ist der erste Eindruck oftmals nicht der vollständige und trotz der guten Datensicherung sind es Kleinigkeiten, die den Fall verzwickt machen.
Falk Hagedorn sitzt nach einem dramatischen Fall im Rollstuhl. Endgültig. Somit ist seine aktive Zeit beim LKA vorbei und er hängt dieser Zeit nur in gewissen Momenten nostalgisch nach. Sein neuer Arbeitsbereich fordert ihn derweil voll und ganz, zumal auch seine Zukunft auf der Kippe steht ...
Bei Krimis oder in diesem Fall Thrillern finde ich es wichtig, dass das Buch richtig beworben wird. Denn ein Krimi ist kein Thriller und ein Thriller ist kein Krimi.
Somit geht man als Leser an die Texte auch mit unterschiedlichen Vorstellungen ran. Während ein Krimi oftmals als Puzzle fungiert, zeichnen sich Thriller durch Manipulation und einer gesteigerten Grausamkeit aus. So auch in diesem.
Die Menschen sterben in diesem Thriller nicht einfach nur, sie werden gequält und die Ideologie, die hinter den Morden steckt, ist nahezu perfide. Mit verschiedenen Figuren und deren jeweiligen Blickwinkel lässt der Autor den roten Faden immer wieder verschwinden, um ihn dann an einer ganz anderen Ecke erneut auftauchen zu lassen. Der Fall ist geprägt von Zeitdruck, emotionaler Befangenheit und zahlreichen Vorurteilen, denn nichts ist, wie es scheint. Spuren werden gelegt, um verwischt zu werden und gleichzeitig legt der Autor wert darauf, dass vieles erdacht und eben nicht der Alltag der Polizei ist.
Fühlt man sich gerade sicher, alles entdeckt zu haben, findet der Autor noch eine Möglichkeit, den Leser kalt zu erwischen, denn Rache ist das schlimmste Motiv von allen.
Falk Hagedorn sitzt nach einem dramatischen Fall im Rollstuhl. Endgültig. Somit ist seine aktive Zeit beim LKA vorbei und er hängt dieser Zeit nur in gewissen Momenten nostalgisch nach. Sein neuer Arbeitsbereich fordert ihn derweil voll und ganz, zumal auch seine Zukunft auf der Kippe steht ...
Bei Krimis oder in diesem Fall Thrillern finde ich es wichtig, dass das Buch richtig beworben wird. Denn ein Krimi ist kein Thriller und ein Thriller ist kein Krimi.
Somit geht man als Leser an die Texte auch mit unterschiedlichen Vorstellungen ran. Während ein Krimi oftmals als Puzzle fungiert, zeichnen sich Thriller durch Manipulation und einer gesteigerten Grausamkeit aus. So auch in diesem.
Die Menschen sterben in diesem Thriller nicht einfach nur, sie werden gequält und die Ideologie, die hinter den Morden steckt, ist nahezu perfide. Mit verschiedenen Figuren und deren jeweiligen Blickwinkel lässt der Autor den roten Faden immer wieder verschwinden, um ihn dann an einer ganz anderen Ecke erneut auftauchen zu lassen. Der Fall ist geprägt von Zeitdruck, emotionaler Befangenheit und zahlreichen Vorurteilen, denn nichts ist, wie es scheint. Spuren werden gelegt, um verwischt zu werden und gleichzeitig legt der Autor wert darauf, dass vieles erdacht und eben nicht der Alltag der Polizei ist.
Fühlt man sich gerade sicher, alles entdeckt zu haben, findet der Autor noch eine Möglichkeit, den Leser kalt zu erwischen, denn Rache ist das schlimmste Motiv von allen.
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