So kurz und knackig kann man das Buch zusammenfassen. Mit seinen knapp hundert Seiten wirkt es wie eine Zwischenmahlzeit, doch Kenner der Maultasche wissen: Da steckt mehr drin.
Doch auch schon hier scheiden sich die Geister, denn darf es nur die klassische, schwäbische Maultasche sein? Oder darf sie gerade in der heutigen Zeit nicht auch ein Update erfahren?
Fragt man einen Schwaben, ist ein Antwort ein überdeutliches Nein. Denn wo käme man hin, das traditionelle Rezept des Mönchs Jakob aus dem Kloster Maulbronn zu verändern?
Doch auch hier: Was ist denn Tradition? Und war Jakob überhaupt der Erfinder?
Teigtaschen gab es auch schon vorher und überhaupt?
Doch wer einmal eine Führung im Kloster Maulbronn mitgemacht hat und die Geschichte von Herrgottsbscheißerle gehört hat, der will diesen vermeintlichen Mythos glauben. Zumal wenn er danach einkehrt und eine originale, schwäbische Maultasche isst.
Das Buch ist gefühlt mit Anekdoten, kleinen Erzählungen rund um die Maultasche und natürlich darf es auch an Rezepten und Serviervorschlägen nicht mangeln.
Wer sich also der originalen, schwäbischen Maultasche verschrieben hat, werfe ein Blick in das Buch. Es bringt ihn allein schon auf Grund des Lokalkolorits zum Schmunzeln.
Denn nur der Schwabe kann die richtige Maultasch ... Zumindest aus seiner Sicht.
4 von 5 Maultaschen