In "Die Mäusestrategie" von Spencer Johnson geht es grundsätzlich um die Frage nach dem Käse, wobei dieser sinnbildlich für alles im Leben stehen kann. Zwei Zwergmenschen und zwei Mäuse werden in ein Labyrinth gesetzt. Zuerst finden sie das Käselager K, doch nach einiger Zeit ist hier kein Käse mehr vorhanden. Wie verhalten sich Mäuse und Zwergmenschen und was kann man aus der vermeintlich kleinen Geschichte für das Leben lernen?
Eingebettet ist diese Geschichte in ein Jahrestreffen von Ehemaligen. Michael erzählt seinen Mitschülern die Geschichte, die im seinem Berufsleben schon für so manche Überraschung gesorgt, denn jede dieser vier Figuren stellt einen Stereotyp dar. Während sich nach der Erzählung die Ehemaligen unterhalten, welche Figur sie aktuell sind und welche sie zukünftig sein möchten, stellt man sich als Leser auch die gleichen Fragen.
Psychologie muss nicht immer kompliziert formuliert sein. Das zeigt diese Geschichte. Vor allem zeigt sie auch, dass Stillstand nicht sein muss (immer die entsprechenden Umständen vorausgesetzt). Aus allen Zeilen, gerade nachdem Knobel sich aufmacht, sprüht der Drang nach Veränderung und der Gedanke, dass Angst meist das einzige Hemmnis ist. Natürlich liegt in der Kürze eine Wahrheit, die sicher oftmals gilt. Mit kleinen Sätzen, die zur Motivation dienlich sind, nimmt Knobel den aufgeschlossenen Leser an die Hand und zeigt, wie man sich ändern kann, wenn man es denn wirklich möchte. Der Weg ist da, man muss ihn nur gehen wollen/können.
Sicherlich sind viele Annahmen sehr schwarz-weiß gesehen, doch für Menschen, die im Job oder im Privaten etwas verändern wollen, bietet der Text gute Ansätze, um sich auf die Reise zu machen.
Leicht formuliert bergen die Aussagen trotzdem einen großen Schatz an Weisheiten.
Auf den Käse, fertig, los.
4,5 von 5 Käsestücken