Dienstag, 9. Juni 2026

Sarah Perry "Nach mir die Flut"

Immer ist John allein. Zuhause, im Antiquariat. Einfach immer. Eines Tages hält er es nicht mehr aus und beschließt seinen Bruder zu besuchen. Doch er kommt nie an. Auf der Fahrt hat er eine Panne und er muss sein Auto stehen lassen. An einem Haus will John um Hilfe bitten, doch stattdessen wird er wie ein verlorener Sohn aufgenommen. Denn er wurde bereits erwartet.

Immer wieder nehme ich mir vor, Kammerspiel-Bücher zu lieben und doch schaffe ich es nicht.
Dabei gibt sie die Autorin mit verschiedenen Erzählperspektiven, dem Einsatz eines Tagebuches und sehr unterschiedlichen Charakteren viel Mühe den Leser mit Eindrücken zu überraschen.
Doch gerade die Perspektivwechsel machten es mir schwer der Handlung zu folgen. John wird wie selbstverständlich in das Geschehen des Hauses eingebunden und doch hängen so viele Zweifel in der Luft, dass man sich wundert, dass die Geschichte so verläuft, wie sie verläuft.

Abseits dessen ist es eine angenehme Sprache und die Figuren sind individuell gestaltet.

3 von 5 Häusern

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