Freitag, 25. September 2026

Edmund Crispin "Heiliger Bimbam"

Tolnbridge, ein kleines verschlafenes Dorf in England, sollte dem Oxfordprofessor Gervase Fen als Urlaubsort dienen. Doch es kommt anders.
Der Organist wird ermordet und spontan beschließt Fen einen Freund von sich einzuladen, dass er diesen ebenso in Gefahr bringt, weiß Fen zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Denn während sich alle um den toten Organisten bemühen, stirbt ein weiterer Mensch. Ob dies das Ende war?

Eigentlich mag ich englische Krimiklassiker, aber zumindest dieser Band war so gar nicht my cup of tea.
Die eingestreuten Literaturtipps, die damals noch mehr Lesern bekannt waren als heute, sind noch nette Ideen gewesen, die anderen sind teilweise fragwürdig.

Erschienen ist das Buch erstmalig 1945, was sehr deutlich in der Beziehung zwischen Engländern und Deutschen dargestellt wird. Hier ist vieles schwarz und weiß und der Hass dominiert die Logik. Es nimmt viel von der Dynamik des Krimis, weil viel Energie auf diesen Disput gelegt wird.
Daneben nehmen Hexenkult und Beschwörungen viel Raum ein, als Stilmittel sicherlich gut gewählt, aber ebenso überlagern diese Darstellungen den eigentlichen Fall.

Als Zeitdokument gesehen ist es ein Krimi, in dem viel Politisches reinspielt, doch die vermeintliche Aufzählungen anderer großer Krimiautoren zu Beginn lässt einen ganz anderen Fall erwarten.

3 von 5 Ermittlungen

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