Montag, 28. September 2026

Julia C. Werner "Wie eine Welle im Sand"

Eigentlich wollte Pauline im Winter auf einer Finca auf Mallorca entspannen. Die letzten Jahre waren furchtbar und haben sie in ihrer Meinung bestätigt, dass sich niemand für sie interessiert. Da kommt es nicht von ungefähr, dass ihre Freundin ihr rät, sich auf der Insel neu zu erfinden.
Als ob das Schicksal den Wink verstanden hat, steht schon einige Tage später ein Mann am Strand und verwickelt Pauline in ein Gespräch. Zwischen Yoga-Übungen, Shoppingtouren und Abenden vor dem Kamin versucht Pauline jemand zu werden, der sie gar nicht ist.

Was als leichte Unterhaltung beginnt, entwickelt sich schnell zu einer tiefgründigeren Geschichte.
Wann muss man funktionieren?
Wie viel muss man aushalten?
Wie entscheidet man, was richtig für einen ist?

Neben den Yoga-Übungen spielen auch Mantras eine zentrale Rolle. Kann man seine Einstellung zum Leben ändern und was muss die Umgebung leisten, damit der Wechsel gelingt?
Probleme pflastern in diesem Roman das Leben der Protagonisten und der Nebenfiguren und zeigen auf, dass jeder mit seinem Schmerz allein ist, aber auch, dass niemandem etwas in den Schoß fällt.
Der Wechsel von Trauer und Missmut hin zu Glück und Zufriedenheit ist ein steiniger Weg, der nur mit langem Atem beschritten werden kann.
Anhand zahlreicher Beispiele zeigt das Buch, dass man jede Handlung eines Menschen missverstehen kann, wenn man sich nicht über seine Beweggründe im Klaren ist.

4 von 5 Geheimnissen

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