Immer häufiger stellt sie sich die Frage, wen kannte sie in ihrem Leben wirklich und was ist ihr eigentliches Erbe?
Verschiedene Zeitebenen, Textanalysen und zahlreiche Konflikte begegnen dem Leser auf 350 Seiten. Während die Geschichte um Sam recht schnell ersichtlich ist, bemüht sich die Autorin viel über die Bronte-Schwestern in dem Buch zu verarbeiten. Was schnell deutlich wird, ist die Tatsache, dass eine historische Einordnung fehlt. Gerade bei historischen Bücher ist es wichtig, dem Leser an die Hand zu geben, was wahr ist und was bei der Erstellung des Buches erdacht oder zurecht gebogen wurde. Das fehlt hier völlig und mindert sehr das Lesen, man weiß nicht, ob man den gelesenen Tatsachen trauen darf und jedes Detail will man auch nicht nachschlagen.
Gelungen finde ich die Einbettung der Thematik in ein Literaturstudium und auch die Beschreibung von Oxford und das dortige Regelwerk. Gerade dieses stützt die Protagonistin, die viele Jahre von ihrem Vater selbst unterrichtet wurde.
Viele Figuren bleiben blasser als es sein müsste und ein paar weitere Anekdoten aus der Uni hätten den Plot aufgewertet.
Ein Buch, das verdeutlicht, welche Last die folgenden Generationen der Literaten tragen.
3,5 von 5 Tagebüchern
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen