Aus Wut oder auch Verzweiflung beginnt Robert ein Online-Tagebuch. Schnell entwickeln sich daraus auch Gespräche mit anderen, u.a. einer Psychologie-Studentin. Immer wieder betont Robert, wie ungerecht die Situation ist und die Studentin versucht ihm klar zu machen, dass er vorsichtig sein soll, was er sich wünscht. Denn plötzlich landet sein Kopf auf der Tastatur und er befindet sich in der Zukunft.
Das Buch richtet sich an Jugendliche, die vielleicht genau diese Situation durchmachen. Durch den jugendlichen Protagonisten, das Onlinetagebuch und eine jugendkonforme Sprache ist der Autor sehr nah an seiner Zielgruppe.
Wer ist was, wann schuld?
Wer hat sich wie verändert?
Was hätte man anders machen können?
Warum lieben sich die Eltern nicht mehr?
Dies sind nur einige der Fragen, die auf den knapp einhundertfünfzig Seiten vorkommen.
Es geht aber nicht nur um Vergangenes sondern auch um Zukünftiges. Gerade der Zeitsprung zeigt, wie sehr Erfahrungen, auch gerade negative, die zukünftige Ich prägen und wie wichtig es sein kann, an Begebenheiten zu wachsen.
Der Autor nutzt die verschiedenen Personen, um die Entwicklung Roberts zu lenken und auch ein Für und Wider aufzuzeigen.
Sicherlich ist der Alltag komplexer, doch der Autor bricht die Problematik auf die wesentlichen Bestandteile herunter.
Ein Buch, das einen Einblick gewährt, wie man sich verhalten kann, aber definitiv nicht muss.
4 von 5 Tagebucheinträgen
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen