Sonntag, 30. August 2026

John Hendrix "Die Weltenerschaffer"

Tolkien und Lewis. Diese beide Namen fallen immer, wenn es um die Begründung der modernen Fantastik geht. Beide haben die Schrecken des ersten Weltkrieges erlebt und kamen gezeichnet zurück. Was sie darüber hinaus verband, kann man in der Graphic Novel "Die Weltenerschaffer" lesen. Der familiäre Hintergrund, die Jugend, die Zeit im Krieg, ihre Arbeit in Oxford und darüber hinaus ihre Freundschaft. Und die Inklings.

John Hendrix konzentriert sich neben den beiden Lebensläufen auch darauf, wie die beiden ihre Welten konstruierten und vor allem, was sie zu den Texten beeinflusste. Beide waren geprägt von der nordischen Mythologie, von Märchen und anderen Fabelwesen. Beide wussten im Kraft der Worte und dass es immer auch Dinge gibt, die hinter dem Gesagten stehen.

Der Autor verbindet in seiner Graphic Novel diese beiden Elemente, indem er sich abwechselnd zeigt. Neben Tolkien und Lewis treten ein Löwe und ein Zauberer auf, um die Literaturgeschichte zu beleuchten. Mittels kleiner Portale wird man aus der Geschichte geführt, um den Leser für die Brillanz der beiden Autoren zu schärfen. Beide hatten ihre Art, den Leser in ihre Welt zu ziehen und wie sie sich in ihrer kreativen Schaffenszeit unterstützt haben ist beachtlich. Doch John Hendrix lässt auch die dunklen Stunden der beiden aus und rundet so sein Werk ab.

Sowohl optisch als auch inhaltlich ein wunderschönes Werk, was so vieles zeigt. Wie sehr beeinflusst das Leben einen Autor? Wie wichtig ist Zuspruch? Wie können sich Autoren untereinander unterstützen?
Ein Buch, das auch Kenner von Lewis und Tolkien begeistern dürfte.

5 von 5 fantastischen Welten

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