Recherche zu Cain.
Feststellen, ob er mit den Morden etwas zu tun hat.
Und wenn ja, was dann?
Ali liebt ihren Job bei der Cold Case Abteilung, auch oder gerade weil, er mehr zu bieten hat als pure Schreibtischarbeit. Denn, um die Fälle zu lösen, reisen die Ermittler in die Vergangenheit und versuchen mit modernen Mittel neue Beweismittel zu sammeln. Zweimal sind sie durch die Zeit gereist, als sie den größten Sprung wagen: London 1850.
Doch während Ali in der Vergangenheit versucht, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, geschieht in der Gegenwart ein Mord und die gesamte Abteilung gerät unter Druck.
Man merkt beim Lesen, dass es sich um eine routinierte Autorin handelt.
Die Hinweise sitzen, der Handlungsstrang zieht sich am roten Faden entlang und sie liefert genügend Verdächtige, um den Text spannend zu gestalten.
Somit kann sie sich voll und ganz auf das Element der Zeitreise stützen. Unabhängig, ob man an Zeitreise glaubt und die tatsächliche Möglichkeit hierzu besteht, hebt dieses Element den Krimi von anderen ab. Die Szenenwechsel und auch die verschiedenen Sichtweisen auf die Welt machen den Krimi zu einem spannenden Erlebnis.
An den entsprechenden Passagen lässt die Autorin historische Fakten und moderne Einblicke auf die Vergangenheit einfließen, was das Buch zwischen Krimi und historischem Roman wechseln lässt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und zeigen Facetten der jeweiligen "Klassen" und auch deren Einstellung zu dem Projekt.
Einzig der Schluss kam mir ein wenig zu abrupt, auch wenn er schlüssig war.
Wer sich für einen gut durchdachten und kniffeligen Krimi interessiert, kommt hier absolut auf seine Kosten.
5 von 5 Zeitreisen
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