Samstag, 6. Juni 2020

Claire Kingsley "Book Boyfriend"


Wenn ich jetzt sage, dass ich eigentlich nicht gerne Liebesgeschichten lese, dann darf ich eigentlich nicht die Rezension schreiben, die ich jetzt schreiben werde.
Mia und Alex sind im Grunde genommen zwei Blender. Beide geben sich im Internet, wenn auch aus verschiedenen Gründen, für jemanden aus, der sie in Wirklichkeit gar nicht sind.
Mia ist in der Realität total ungeschickt und schüchtern und schafft es nur über ihr Alter Ego Book Babe, sich im Internet als Bloggerin eine Fangemeinde aufzubauen. Im wirklichen Leben hat sie kaum Kontakt zu Menschen, da sie meint, anderen immer peinlich zu sein.
Alex ist es leid, immer einen Job zu machen, der ihm im Grunde genommen keinen Spaß macht und sich nicht dem widmen zu können, was er eigentlich möchte: einen Roman schreiben.
Als er aus einer Laune heraus einen Liebesroman schreibt und ihn seiner Schwester zu lesen gibt, garantiert sie ihm, dass er mit diesen Büchern Erfolg haben wird. Doch er kann seine Bücher nicht unter seinem Namen veröffentlichen.
Über das Internet lernen sich die beiden kennen, ohne von einander zu wissen, wer sie in der Realität sind.
Doch was passiert, wenn man sich dann auf einmal in der Realität trifft und umso schlimmer sich dann auch noch sympathisch findet? Oder sogar noch mehr?
Mit viel Witz und Charme erzählt Claire Kingsley die Geschichte von zwei Menschen, die so romantisch und so gleich so witzig ist, dass man eigentlich den ganzen Roman über Schmunzeln will. Das Buch nimmt sich und sein Genre an vielen Stellen im Buch wissentlich auf die Schippe und bietet gerade dadurch ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Ob man den Traummann auch in der Realität findet? Das muss jede Frau für sich selbst herausfinden, doch bis dahin kann man dieses Buch lesen und warten, bis der Tag kommt, an dem ein Mann in einer Buchhandlung hinter einem steht und fragt "Darf ich dir vielleicht deine Bücher spendieren?"

5 von 5 Sternen

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