Samstag, 31. Oktober 2026

Helena Gäßler "Die Seele des Spukhauses"

Shaw Manor soll verkauft werden. Die Stadt braucht das Geld, doch leider herrscht Spuk, Angst und Bitterkeit auf dem Anwesen.
Die Gilde beauftragt Magnolia Feyler, eine Exorzistin, das Haus zu säubern, um Ruhe und Ordnung in das Haus zu bringen. Sie selbst sieht sich eher als Hausflüsterin, was in der Geschichte eine entscheidende Rolle spielen wird.
Allein stellt sie sich dem Spuk, dem ihr Vorgänger bereits zum Opfer gefallen ist. Seine Leiche ist somit das erste, was sie auf dem Anwesen entdeckt und es wird nicht die einzige Scheußlichkeit bleiben, die sie auffindet.

Die Geschichte des Spukhauses ist in einer Steampunkwelt angesiedelt. Luftschiffe, Waffen und auch Automaten spielen eine große Rolle in der Welt rund um Shaw Manor. Geschrieben in einem Tagebuchstil agiert die Hauptfigur Magnolia zum größten Teil allein auf dem Anwesen und die Begegnungen mit Menschen betreffen nur einzelne Ausflüge in die Stadt zum Einkaufen oder auch Übernachten.
Dreh- und Angelpunkt des Exorzismus ist ein mitgeführtes Logbuch, in dem die Figur alles niederschreibt, um die Säuberung zu dokumentieren. Diese Einträge bilden das Gerüst der Geschichte und geben gleichzeitig Einblick in den Gemütszustand.

Ich bin nicht der Horrorleser, daher fällt mir eine genremäßige Beurteilung schwer. Mir hat aber gerade das Logbuch und die durchdachten Steampunk-Elemente sehr gut gefallen. Das Logbuch als Erzähl-Basis war ein Element, was ich noch nicht so oft in Bücher gelesen habe. Mir persönlich hat das Gruseln mehr als ausgereicht, bei stärkeren Elementen hätte ich kaum weiterlesen können.

Man betritt eine Welt, in der traumatisierte Häuser therapiert werden und kommt mit einem wesentlichen Verständnis für seine Mitmenschen wieder heraus.

4 von 5 Reinigungstränken

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