Ich mag es, wenn Erzählungen einen wahren Kern haben. So setzt der Autor den berühmten Schriftsteller Prosper Mérimée, welchen man durch Carmen kennen könnte, neben den drei Protagonisten ins Zentrum der Geschichte. Denn sein Diktat ist es, welches die Erzählung trägt und ihr eine historische Tiefe gibt.
Die Erzählperspektive begleitet in dieser kurzen Geschichte viele Charaktere. Mal ist Benjamin, mal sind es seine Eltern und dann ist es der Mamas väterlicher Freund Jacques. Viele Ideen rund um Kultur, Lebensideen und Wünsche bekommt der Leser auf den 144 Seiten präsentiert, sodass die Erzählung freudig und eigentlich ohne große Konflikte vorangetrieben wird.
Und das ist die Stärke des Textes. So sehr sich einige mit dem Dictée de Mérimée abmühen, so freundschaftlich und zugetan sind die Gespräche. Sie bieten eine gewisse Leichtigkeit, die anderen Texten mit solcher Tiefe fehlt.
Ein Hoch auf die Kunst und ihre vielseitigen Daseinsformen.
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