Sonntag, 26. April 2026

Michael Peinkofer "Holly Holmes - Der Jadedrache"

Es ist ein unbestreitbare Tatsache, dass wenn man mit Sherlock Holmes verwandt ist, man selbst ebenfalls Detektiv werden muss. So ist es an Holly Holmes in ihrem Städtchen Marville für Recht und Ordnung zu sorgen. Ihr zur Seite steht als Plüschschweinchen Dr. Watson, belesen und mit einer riesigen Brille, und neu dazu kommen die beiden Kinder des neuen Constables. Jenny und Percy ziehen gerade mit ihrem Vater in das kleine Dorf an der Küste, als sich dort seltsame Dinge abspielen. Oder ist es gar alltäglich, dass ein Kühlschrank verschwindet? Zu viert machen sie sich auf die Suche. Ob sie es schaffen, den Kühlschrank samt Inhalt vor der Polizei zu finden? Das findet man im ersten Band um die Detektei von Holly Holmes heraus.
Selten habe ich bei einer Sherlock Holmes Adaption so sehr gelacht wie bei dieser. Allein Dr. Watson als Plüschschwein, der belesen aus Büchern zitiert oder gar selbst Experimente durchführt, ist schon ein wahrer Hit. Dazu noch Holly, die in den richtigen Situationen das Falsche sagt, weil sie so aufgeregt ist. Überhaupt das gelungene Crossover zwischen Zauberwelt und Holmes Universum hat besser funktioniert, als ich es für möglich gehalten hätte.
Für Sherlock Holmes Kenner gibt es kleine Andeutungen an den Kanon, doch sind diese Kenntnisse nicht notwendig, um der Handlung zu folgen.
Marville ist mit seinen kleinen Geschäften, kruden Bewohnern und seiner Geschichte ein toller Handlungsort und die Illustrationen unterstreichen hervorragend die Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen.
Eine sehr gelungene Adaption, die Lust auf weitere Bände macht.

5 von 5 Lupen

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