Freitag, 20. März 2026

Ingrid Weißmann "Rotlicht, Blaulicht und Henrike"

Rotlicht, Blaulicht und Henrike führt den Leser nach Hamburg in die siebziger Jahre. Die Menschen sind auf dem Kiez sind beeinflusst von Drogen und der Käuflichkeit. Schlimm wird es, wenn junge Mädchen sich auf der Suche nach der großen Freiheit hierher verirren und an einen Luden geraten. Denn diese denken nur an das eine: Geld und die Maximierung dessen.
Henrike hat gerade ihre Ausbildung beendet, um in den Polizeidienst zu wechseln. Es ist eine Zeit, in der die Frauen oft zur Unterstützung mitgehen und selten allein für eine Ermittlung verantwortlich sind.
Bei Henrike kommt eine private Bekanntschaft eine Überwachung in die Quere und so gelangt sie emotional viel tiefer in den Fall als es ursprünglich gedacht war.

Man benötigt einige Kapitel um sich an den Schreibstil zu gewöhnen. Die Kapitel sind kurz, wechseln zwischen den Protagonisten hin und her und vermitteln aus den Perspektiven ein sehr unterschiedliches Bild vom Kiez.
Der Fall entwickelt sich nach und nach zu etwas großen und so zeigt die Autorin, wie verschiedene Abteilungen miteinander arbeiten müssen, um sich der Lösung zu nähern.

Lokalkolorit und aus heutiger Sicht "historische" Polizeiarbeit fließen ebenso in den Text ein wie eine leichte Gesellschaftskritik.
Trotz allem war es nicht ganz der Krimi, den ich erwartet habe. Für Fans des Lokalkolorits und der Polizeiarbeit aber definitiv einen Blick wert.


3 von 5 Polizisten

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