Freitag, 15. Mai 2026

Maria Resco "Wo die Liebe nicht von selbst hinfällt"

Eigentlich hat Jana genug. Leonard hatte sie vor seiner Reise nach Peru belogen und sich in Ausflüchten versucht. Als er unerwartet bei einer Grillfeier vor ihr steht, ist ihr klar, so ganz ist sie doch noch nicht über ihn hinweg. Schnell ist ein Plan à la Shakespeare geschmiedet und die ganze Clique versucht ihn mit ihrer Cousine zu verkuppeln. Doch Gefühle lassen sich nicht manipulieren und ein heilloses Durcheinander entsteht, indem eine angehende Autorin ihre Geschicke zu lenken versucht und ein Yogalehrer seine Grenzen nicht kennt. Ein zumeist lustiges Hin und Her, das nicht weit von der Realität zu wirken scheint.

Mit witzigen Dialogen und einer frechen Sprache fängt die Autorin den Leser direkt auf der ersten Seite ein. Man spürt die Streitigkeiten, man bemerkt das Vibrieren der Luft, wenn die Clique zusammen ist und die Neckereien tief fliegen. Die Autorin schafft es, dass die Charaktere alle realistisch und nicht zu überzeichnet wirken. Sie schreibt über Figuren mit Problemen, Sorgen und Ängsten und trotz aller Verwirrungen und Irrungen verliert sie nicht den Überblick.

Ein gutes Buch über Zwischenmenschliches, dass man im Alltag nur zu oft übersieht.

4 von 5 Reisen

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