Eigentlich war Salome Liebeskind unterwegs zu ihrer jüdischen Familie, als die Polizei ihr ein Reiseverbot ausspricht. Der Vorwurf: Sie könnte in den Mord ihrer Kollegin verwickelt sein. Diese wurde erschlagen im Eingangsbereich ihrer Praxis gefunden und somit steht Salome ganz oben auf der Liste der Verdächtigen. Doch irgendwie tritt die Polizei wegen Personalmangel auf der Stelle und es muss erst ein weiterer Mord geschehen, bis sich der Nebel langsam zu lichten beginnt.
Dies ist der erste Fall mit der Psychologin Salome Liebeskind als eine der Hauptfiguren.
Wie es im Krimi inzwischen öfter vorkommt, tritt neben der Polizei eine weitere Person auf, die versucht, ein Muster hinter den Taten zu entdecken. Die Wahl der Psychologin, die sich gut in andere Personen hineinversetzen kann, gelingt hier schon ab der ersten Seite.
Selbst ein bisschen unsicher und mit manchen Dingen überfordert, ist sie nicht gefühlskalt und lässt viele Situationen realistischer erscheinen, als wenn ein eher abgezockter Charakter der Protagonist wäre.
Die Autorin spielt mit den Figuren, lässt mal die Polizei, mal die Psychologin die Nase vorn haben.
Dabei sind so viele Personen und Zeitebenen beteiligt, dass sie es schafft, die Spannung nach und nach zu steigern, ohne dabei übertrieben brutal zu sein.
Der Krimi lebt von den kleinen Lügen, den dunklen Geheimnissen und dem Zwischenmenschlichen, was immer gut und böse schwankt. Wenn man denn abschließend formulieren kann, was gut und böse ist.
Ein gelungener Einstieg in eine etwas andere Krimireihe.
4 von 5 Couchen
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