Die Inselpolizei kann nicht mit so einem wichtigen Fall betraut werden und so kommen zwei Ermittler vom Festland herüber. Beide haben ihre Vorgeschichte und so ist es anfangs sehr schwierig einen gemeinsamen Nenner zu finden, damit die Arbeit nicht leidet.
Wie es bei Krimis inzwischen üblich ist, geht es nicht nur um ein gekonntes Katz-und-Maus-Spiel mit den Verdächtigen, sondern es geht auch um den Hintergrund der jeweiligen Ermittler.
Das Autorenduo Goerz und Niemann schafft mit seinen Ermittlern Herma und Jan zwei Figuren, die sich mit ihrer Lebenserfahrung und teilweise mit der Suche nach ihrem Platz darin (weit nicht so esoterisch, wie es hier gerade vielleicht klingen mag) sehr gut in das Geschehen einpassen. Andere Figuren spiegeln diese Eigenschaften und so sind empathische Szenen weit weniger gestellt, als es in anderen Büchern der Fall ist.
Parallel zu den beiden nimmt auch ein kleiner Junge die Untersuchung auf. Ganz im Stil von Sherlock Holmes sichert er Fingerabdrücke, begutachtet den Tatort und zieht Rückschlüsse, die gar nicht so verkehrt sind.
Der Plot an sich ist einem cosy crime ähnlich. Nicht sehr blutrünstig gestaltet, geht es um Kombinationsgabe und Ausschlussprinzip. Mit zahlreichen, realistischen Wendungen bleibt der Krimi bis zum Ende spannend und das eingeflochtene Lokalkolorit rundet die Erzählung gelungen ab.
4,5 von 5 Inseln
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