Wer Gerhard Henschel kennt, weiß um seinen recht eigenwilligen Humor. Allein die Namen der Protagonisten zaubern dem Leser ein Schmunzeln auf das Gesicht. Wer sich viel mit Krimis und Detektivgeschichten befasst, dem wird der eine oder andere Name bekannt vorkommen.
Neben Songtexten und Passagen aus Arno Schmidts Werken, lässt der Autor viel über das Leben von Arno Schmidt und seine Probleme in der Nachkriegsliteratur einfließen. Bei dem Symposium vermittelt der Autor viel geschichtliches Wissen, was er auch im zweiten Teil des Buches beibehält, wenn es um die Aufklärung des Falles geht.
Trotz der relativen Kürze des Textes schafft es Henschel, den Leser alle Gefühlslagen durchleben zu lassen. Witz folgt auf Grusel, Ekel wechselt sich mit Dramatik ab. Dabei spielt jede Figur ihr eigenes Spiel und der Autor verpackt Bildung mit Unterhaltung.
Eine etwas andere Art von Krimi, die neben den berühmten kleinen grauen Zellen auch die Geschichte Deutschlands beleuchtet.
4 von 5 Hotelzimmern
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