Freitag, 3. April 2020

Matthias A. K. Zimmermann "Kryonium"


Oftmals wird das Lesen eines Buches mit dem Betreten einer anderen Welt verglichen. Man lässt den Alltag hinter sich, öffnet gerne das klassische Buch und taucht ein in eine Welt voller neuer Eindrücke, Emotionen und vor allem Geschichten.
Doch was passiert, wenn man durch das Buch nicht nur eine Welt eintritt sondern gleich in mehrere? Wenn man vermeintlich Bekannte trifft? Wesen, die einem schon in der Kindheit begegnet und die einem lieb gewordene Begleiter im Leben sind?
Was, wenn die Welt, die sich unter unseren Augen beim Lesen eröffnet, sind immer wieder verändert? Man keine Konstante sieht und mit der Hauptfigur durch das Buch treibt?
Wenn sich das Buch immer wieder durch viele Wendungen, dem Leser anders darstellt und neue Sichtweisen und Perspektiven bietet?
Was passiert, wenn ein Autor es schafft, den Leser so an sein Buch zu fesseln, dass der Leser es weiter und immer schneller muss, weil er einfach wissen will, was als nächstes geschieht.
Denn eins sei versichert, dieses Buch ist nicht, und zwar definitiv nicht das, was man sonst liest.
Es überrascht einen, es verstört einen, zwischenzeitlich irritiert es einen auch, aber es ist so ein kluges, durchdachtes, strukturiertes und vor allem einmaliges Buch, was aus der Masse der Literatur zurecht heraussticht.
Eine Rezension über dieses Buch und seinen Inhalt zu verfassen, gestaltet sich unheimlich schwer, da man sowohl die Komplexität des Buches nicht in der Kürze einer Rezension packen kann und zum anderen, man darf einfach nicht zuviel über den Inhalt verraten. ;-)
Daher, unbedingt selber lesen.

4,5 von 5 Sternen

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