Donnerstag, 23. April 2026

Russel D McLean "Ed ist tot"

Es gibt so Tage, an denen läuft so gar nichts rund. Man streitet sich, man hat Stress und auf einmal ist jemand tot.
Passiert nicht?
Doch!
Während Jen sich an einem Tag noch fragt, ob sie ihr Leben auch in Zukunft an Ed, dem abendlichen Wein und den täglichen Gesprächen im Buchladen hängen wird, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Denn: Im betrunkenen Zustand läuft ihr jemand ins Messer.
Klingt weird, nun ja, das ist bekanntlich erst der Anfang, denn nachdem sie versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben, wird es nur schlimmer und schlimmer.

Regt man sich sonst über Fernsehserien auf, in denen zahlreiche Menschen ums Leben kommen, setzt dieses Buch dem Ganzen die Krone auf. Kein Tod ist zu unglaublich, als dass er nicht geschieht und man muss sich immer wieder fragen, wie Jen es bei der ganzen Nummer schafft, nicht durchzudrehen.

Trotz des Themas ist der Text zeitweilig sehr lustig geschrieben. Man gewinnt den Eindruck in einem Dick und Doof-Film gelandet zu sein, da ein Chaos sich an das nächste reiht. Jens Gefühlsleben bliebt mir dabei manchmal ziemlich auf der Strecke, aber ich glaube schon, dass sie auf "funktionieren" eingestellt ist.

Zahlreiche Anspielungen auf Kriminalromane formen einen Raum neben der Geschichte und so ist ein Hin und Her zwischen Kopfschütteln, Staunen und Nase rümpfen, wenn man sich durch die Seiten arbeitet. Denn eins ist das Buch definitiv nicht: Langweilig.


3,5 von 5 Todesfällen

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