Wer meinem Account schon länger folgt, weiß, dass ich bereits die Romanfigur Mr. Tingwell bei der Veröffentlichung des ersten Bandes interviewen durfte. Nun hat sich der Autor selbst Zeit genommen und beantwortet meine Fragen.
Willkommen in der Zukunft und im Internet, Mr. Goodwin.(Cover: digital publishers, Grafik: Maximilian Wust)
Am 20.1.26 erschien dein zweiter Band um den Ermittler Arthur Tingwell. Doch eigentlich ist dieser kein Polizist. Wie kamst du auf den Gedanken, einen Bibliothekar als Ermittler einzusetzen?
Ich wollte einen Ermittler erschaffen, der eine positive Weltsicht hat, jemand, der aus einer großen Leidenschaft Kraft gewinnt. Und die Liebe zu Büchern und der Literatur im Allgemeinen erschien mir da am Naheliegendsten. Im Lesen steckt ja auch etwas Intimes, was Arthur Tingwell ermöglicht, verborgene Dinge über seine Mitmenschen zu erfahren.
Ich wollte einen Ermittler erschaffen, der eine positive Weltsicht hat, jemand, der aus einer großen Leidenschaft Kraft gewinnt. Und die Liebe zu Büchern und der Literatur im Allgemeinen erschien mir da am Naheliegendsten. Im Lesen steckt ja auch etwas Intimes, was Arthur Tingwell ermöglicht, verborgene Dinge über seine Mitmenschen zu erfahren.
Beispielsweise über ihre Sehnsüchte oder ihre Fantasien. Außerdem bieten Bücher eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
In diesem Band bindest du den historischen Postraub mit in die Handlung ein. Wie wichtig sind dir historische Ereignisse in deinen Geschichten?
Der berühmteste Zugraub in Englands Geschichte fand im Jahr 1963 statt. Ich nahm dieses Ereignis als Schablone für meinen Kriminalfall und verlegte es nach 1950. Die Hintergründe zu dem Postraub werden umfassend in dem Buch „Der große Zugraub“ von John Gosling und Dennis Craig dargestellt.
Daneben bemühe ich mich, das Zeitgeschehen in die Geschichte mit einfließen zu lassen. Es bietet mir einen Rahmen, der mir beim Schreiben auch Sicherheit verschafft.
Was war beim zweiten Band am schwersten?
Es ist mit zweiten Bänden immer so einen Sache. Einerseits will man es vermeiden, sich zu wiederholen, andererseits sollen neue Leser und Leserinnen nicht erst extra den ersten Band lesen müssen. Im Grunde muss man das Pferd von der anderen Seite aufsatteln. Mit dem dritten Band wird es dahingehend leider nicht einfacher.
Arthur Tingwell schreibt Briefe an Agatha Christie. Wenn du die Möglichkeit hättest, ihr einen Brief zu schreiben, welchen Rat würdest du dir von ihr wünschen?
Ganz einfach: Ich würde sie fragen, wie sie das Leben als Autorin und das als Mutter, Frau, Reisende und Person der Öffentlichkeit unter einem Hut bekam. Wie sie dennoch Jahr für Jahr einen Roman veröffentlichen konnte.
Möchtest du ein paar Worte zu dem Inhalt des zweiten Krimis verlieren?
In „Der Tote in der Church Lane“ geht es um einen geheimnisvollen Major, der sich ausgerechnet in der Church Lane, einer verschmähten Straße in Little Barkham, niederließ.
Das allein wäre noch kein Auslöser für einen Krimihandlung. Nein, darüber hinaus wird dieser Major mit einer Stricknadel im Hals aufgefunden. Arthur Tingwell gerät ins Visier des Inspectors und muss nun auf eigene Faust ermitteln. Und so ganz nebenbei bemerkt: Obendrein steht ein Besuch von Queen Elisabeth II an.
Welcher Charakter ließ sich am schwierigsten schreiben?
Für mich ist Arthur Tingwell, also der Held der Reihe, der schwierigste Charakter. Immer wieder. Denn ich neige dazu, Menschen als Angsthasen darzustellen. Vielleicht weil ich selbst kein Ausbund an Verwegenheit bin. Aber allzu furchtsame Charaktere sind in der Unterhaltungsliteratur selten beliebt. Leider. Denn wir mögen eher die Unerschrockenen, die Abenteuerlustigen, eben Menschen der Tat. Arthur gehört nicht zu dieser Sorte Mensch, aber er liest gern von ihnen.
Wird es einen dritten Band geben?
Ich hoffe 😊.
Die Idee ist bereits da.
Neugierig geworden? Dann schaut hier vorbei:
digital-publishers.com/de/romane/der-tote-in-der-church-lane-historisch-cosy-crime-ebook
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