Samstag, 16. August 2025
Olivia Monti "Die Toten von nebenan"
Es beginnt ein Machtkampf zwischen Lebenden und Toten, Tober und den Toten und ...
Wer mit wem gegen wen und vor allem warum?
Ränkespiele zeichnen sich immer wieder durch wechselnde Konstellationen der Beteiligten auf und das ist auch hier der Fall.
Während Herrn Tober schnell böse Absichten unterstellt werden können, sind die Toten der Straße einem oftmaligen Hin und Her unterworfen, wie es auch im wahren Leben oft so spielt. Die Toten unterliegen dabei den gleichen Gefühlen wie die Lebenden und so sind Hass, Neid und auch Vorurteile im vermeintlichen Jenseits an der Tagesordnung.
Mit sehr kurzen Kapiteln hält die Autorin zusätzlich die Spannung hoch und die Situationswechsel erinnern an einen modernen Actionfilm.
Immer wieder ist es an den Figuren, Stellung zu beziehen, sich dem Bösen entgegen zu stellen und trotzdem das eigene Leben nicht aus den Augen zu verlieren. Hier bleibt die Autorin vage und lässt keine Figur über das gesellschaftliche "Richtig" und "Falsch" urteilen, was man zwischendrin annehmen könnte.
Ein Buch, was die Lesenden über Ungerechtigkeiten und Verhaltensweisen sinnieren und über den eigenen Umgang mit anderen nachdenken lässt.
4 von 5 Flüchen
Danke an die Autorin für das Rezensionsexemplar
Donnerstag, 24. Dezember 2020
#AutoralsLeser: Olivia Monti
Oftmals nehmen wir Leser in einer Person nur den Autor war, doch das ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit.
Ein Autor ist auch selbst ein Leser und ist durch das, was er gelesen hat beeinflusst. Doch spiegelt sich das Gelesene im Geschriebenen wider?
Wollen wir doch einmal sehen. 😉
Heute hat diese Autorin die Fragen zu ihrem Leseverhalten beantwortet:
1. Die drei Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben:
"Die Dämonen" von Fjodor Dostojewski
"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust
und dann noch ein ganz anderer Roman: "Ich lebte für die Liebe" (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/rezension-belletristik-duett-im-folterkabinett-11308710.html)
Uff, ich sollte hier noch unbedingt einen der Romane von Houellebecq dazunehmen, und wenn es nur "Elementarteilchen" ist, da ist man wirklich auf der Höhe der Zeit. Auf Platz 3 kommen mir jetzt eine ganze Menge konkurrierende Werke, "Die Katze" von Georges Simenon empfand ich auch als großartig und und und ...
Nicht einfach, hier eine Entscheidung zu treffen, bei so vielen tollen Büchern, die man gelesen hat.
2. Wo liest du am liebsten?
Ich muss sagen, ich lese ausschließlich im Bett, bevor ich einschlafe oder wenn ich aufwache, mitten in der Nacht.
3. Welches Buch hast du zuletzt gelesen und würdest du es weiterempfehlen?
Zuletzt habe ich "Bildnis einer Dame" von Henry James gelesen. Weil mich das 19 Jh. beruhigt in diesen unruhigen Zeiten:
Eine junge Amerikanerin, Isabel, stellt sich ihrem Schicksal, was immer es ihr bringen mag. Von Anfang an erscheint Isabel als eine Getriebene: Sie weist mit Lord Warburton und Goodwood zwei sehr starke, erfolgreiche Männer zurück und entscheidet sich für den eher ärmlich lebenden, arroganten Schöngeist Osmond, der sich immer mehr als kalt und überaus bösartig entpuppt, auf eine so feine und zurückhaltende Weise, daß er umso abstoßender erscheint.
Nachdem ihr nun wisst, was sie liest, könnt ihr hier schauen, was sie schreibt:
https://olivia-kleinknecht.com/
https://instagram.com/olivia.kleinknecht.autorin
In diesem Sinne, fröhliches Lesen und freut euch demnächst auf einen weiteren Autor.
Donnerstag, 17. Dezember 2020
Autoreninterview mit Olivia Monti
Hallo zusammen.
Wieder habe ich mich auf die Suche nach einer interessanten Autorin gemacht und habe jemand nettes gefunden, die mir meine Fragen beantworten möchte.
Oftmals hat man in der heutigen Zeit den Eindruck, man liest immer nur noch dasselbe und es fehlt an Vielfalt auf dem Buchmarkt.
Kleinere Autoren in der Masse an Veröffentlichungen zu entdecken, erinnert oftmals an die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Doch Bücher finden uns und so habe ich kurz hintereinander zwei Bücher einer Autorin gelesen, deren Bücher einen beim Lesen wachrütteln und über verschiedene Dinge nachdenken lassen. Daher freut es mich, dass sie sich für ein kurzes Interview Zeit genommen hat.
Herzlich Willkommen, Olivia Monti.

