Dienstag, 7. April 2026

Matthias Manke "Leichtfüßig"

Hast du heute schon einmal an deine Füße gedacht?
Während man seiner Ernährung, seinen Haaren, seiner Kleidung und anderen Körperregionen viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt, sind die Füße die Körperteile, die man am häufigsten vergisst und somit auch vernachlässigt. Dabei sind sie es, die die Last unseres Körpers tragen und somit für unsere Mobilität kaum zu ersetzen sind.

Wenn die Füße schmerzen, haben sie oft schon einen langen Leidensweg hinter sich. Zu enge oder zu hohe Schuhe. Zu lange in Socken und Schuhen. Zu viel Gewicht, keine Bewegung …

Die Liste der Dinge, die den Füßen schadet, ist lang und gerade hier ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Der Autor beschreibt in seinem Buch zuerst in aller Ausführlichkeit, welche verschiedenen Füße es gibt, wie es zu Fehlstellungen kommt und wie man die Korrektur herbeiführen kann.
Ein wesentlich kürzerer Teil beschäftigt sich mit der Pflege, Übungen und Reflexzonen.
In kleinen Schaubildern bekommt man die verschiedenen Füße, Übungen und auch Reflexzonen visualisiert, um gerade bei der Pflege oder Massage, die richtigen Bereiche entsprechend zu stimulieren.

Füße sind demnach kein Hexenwerk, man muss sich nur kümmern.

3,5 von 5 Füßen

Sonntag, 5. April 2026

Giulia Conti "Lago Mortale"

Eigentlich ist es still am Lago d'Orta.
Der Tourismus ist hier noch nicht in den Massen angekommen wie am Lago Maggiore.
Und doch stört etwas die Ruhe.
Simon, ein Deutsch-Italiener, hat sich aus dem Frankfurter Journalismus hierher zurückgezogen. War es die Arbeit, waren es die Menschen, während des Krimis geht man auch hier auf Erkundungstour.
Eines Morgens steht Simon auf seiner Terrasse, als er ein Boot auf dem Lago trudeln sieht. Kurzerhand paddelt er dorthin, um nach dem Rechten zu sehen und trifft auf eine Leiche. Als Journalist kann er seine Neugier nicht unter Kontrolle halten und so stellt er neben der Polizei eigene Ermittlungen an, die ihn immer weiter in die Geschichte des Lago ziehen.

Finten und Hinweise, falsche Fährten und richtige Ansichten, die Autorin schafft in ihrem Erstling das, was vielen Krimiautoren lange nicht gelingt: Sie legt eine Spur, nimmt Hinweise vermeintlich zurück, um sie dann in einem anderen Licht zu präsentieren.
Italienische Küche, Partisanenvergangenheit und vieles mehr lässt sie in ihren Krimi einfließen und schafft es so, dem Leser neben ihrer spannenden Erzählung auch ein Stück Kultur an die Hand zu geben. Denn Italien ist bei Weitem nicht nur Sonne, Strand und Meer.
Der Krimi bildet den Auftakt einer Reihe, um Simon Strasser, einem Einsiedler, der im Grunde seines Herzens gar keiner sein will.

4,5 von 5 Gewässern