Donnerstag, 18. April 2024

Autoreninterview Manuel O. Bendrin Literaturinterview

Habt ihr euch schon einmal vorgestellt, wie es wäre, wenn ihr eine Romanfigur zu ihren Handlungsweisen befragen könntet? Wenn ihr sie fragen könntet, warum sie etwas in einer Geschichte tut und warum sie sich so verhält, wie sie es tut? 

Also, seid ihr bereit ein Interview zu lesen, was Realität und Fantasie vermischt?

Es gibt sich die Ehre: Seìka.


(Foto: Manuel O. Bendrin, Grafik: Maximilian Wust)

Seìka, du bist in "Legende eines Helden" eine der Hauptfiguren. Erzähl doch ein bisschen von der Geschichte.
Oh, was gibt es da viel zu erzählen? Eine Rebellion aus Verzweiflung trieb mein Volk zu einer unbedachten Tat, die Krieg über das Reich der Menschen brachte. Es war selbstverständlich meine Pflicht, dieses Unrecht wieder gut zu machen. Dabei traf ich auf Īsarnaro, der genauso wie ich an einer Lösung mit möglichst wenigen Opfern auf allen Seiten interessiert war. Ich durfte ihn in dieser Geschichte begleiten, wie er nicht nur das eigene Volk in eine hoffentlich bessere Zukunft führte. Mein Part war nur marginal.

Siehst du dich als Protagonist oder Antagonist?
Weder noch. Dies ist nicht meine Legende oder seht ihr mich etwa als einen Helden?

Warum hast du Īsarnaro als deinen Begleiter auserwählt?
Begleiter? Das ist eine nette Ausdrucksweise für den Haftmeister, ganz ehrlich. Wir trafen durch Zufall aufeinander und so wurde ich Teil seiner Geschichte.

Woher nimmst du die Berechtigung für deine Handlungen?
Welche Handlungen? Sind Dinge wie atmen, essen – also leben, nicht in sich selbst berechtigt? Brauche ich dafür eine Rechtfertigung? Brauche ich eine Rechtfertigung, wenn ich spreche oder gehe? Brauche ich eine Rechtfertigung, wenn ich Freunde finde, scherze, mich freue oder trauere? Das klingt so, als täte ich mit jeder einzelner meiner Handlungen etwas Unrechtes, weil ich mich berechtigen muss. Ist leben und überleben etwa Unrecht?

Bereust du etwas? 
Ich bereue vieles in meinem Leben. Zu viel. Vielleicht aber auch nicht genug. Nur ein Tier kann sein ganzes Leben ohne Reue leben, denn nur ein Tier erkennt seine Fehler nicht.

Oder ich frage einmal anders, wie weit würdest du für dein Ziel gehen? Würdest du über Leichen gehen?

Tun wir das nicht alle jeden Tag aufs Neue? Wir töten, um zu leben. Nur so kann Leben sich erhalten.

Die gesamte Welt ist auf Leichen vergangener Generationen aufgebaut. Ganze Völker wurden ausgelöscht, um als Fundament einer neuer Zivilisation zu dienen. Es gibt immer zwei Gesinnungen, die gegeneinander kämpfen: erneuern oder erhalten. Damit man etwas erneuer kann, muss man zuerst das Alte vernichten – und leider auch jene, die es um jeden Preis schützen wollen. So wie diese die Erneuerer vernichten müssen, wenn sie das Bestehende erhalten wollen. Die größere Macht wird sich durchsetzen und die schwächere wird ausgelöscht. Ich glaube, ihr nennt dies Evolution.

Ist deine Geschichte mit diesem Band zu Ende erzählt?
Wurde denn meine Geschichte in diesem Buch erzählt? Soweit ich mich entsinne, ist jenes die Geschichte eines anderen. Meine Geschichte wurde nie begonnen zu erzählen, wie kann sie dann enden?

 

Ihr wollt mehr erfahren? Dann schaut hier vorbei:

http://www.manuelottobendrin.de
https://www.facebook.com/ManuelOttoBendrin/
https://www.instagram.com/manuel.o.bendrin
https://www.amazon.de/-/e/B07982DDS1


In diesem Sinne: Fröhliches Lesen und freut euch auf das nächste Interview.  

Sonntag, 14. April 2024

David Gray "Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten"

Nachdem Watson die Baker Street 221B verlassen hat, kommt er lediglich zu Besuch, um mit Holmes neue Fälle zu klären. Ein Bekannter Mycrofts benötigt die Hilfe der beiden Ermittler, da sich in seinem neugebauten Haus ein Geist eingenistet hat. Selbstverständlich ist Holmes von Anfang an der Meinung, dass es Geister nicht gibt, dafür ist sein Verstand viel zu rational. Doch das Thema reizt ihn und so findet sich neben den beiden Ermittlern auch Inspector Lestrade ein, um den Verbrecher dingfest zu machen. Oder?
Ein neuer Holmes - ganz nach meinem Geschmack. 
Bei Holmes ist es für den Autor immer schwierig, mich zu begeistern. Zu nah am Original und ich halte die Texte für besseren Abklatsch, zu weit entfernt und ich denke, warum nennt man die Geschichte überhaupt Sherlock Holmes.
David Gray hat den Spagat für mich sehr gut geschafft. Mit dem Auftakt seiner Trilogie holt er alle wesentlichen Figuren aus den originalen Geschichten mit auf die Bühne und gibt ihnen eine jeweils eigene Nuance. Es handelt sich jeweils nur um ein kleines Detail, doch so baut er sich sein eigenes kleines Holmes Universum. Kleine versteckte Anekdoten und auch Plätze versetzen den Leser in nostalgische Stimmung, während die Geschichte neue Aspekte aus dem Charakter Sherlock Holmes lockt.
Die Illustrationen untermalen den eigenen Stil der Trilogie und es macht Spaß in die Baker Street zurückzukehren.

5 von 5 Consulting detectives

Samstag, 13. April 2024

Nadine Buch "Gruselstunde: Der vergessene Ort"

Still ruht der See; was bei anderen Geschichten heimelig wirkt, ist bei dieser Geschichte nur der Anfang von etwas Unerklärlichem. Als Jule mit ihren Freundinnen an einem warmen Sommertag zum See geht, scheint alles in friedlicher Stille zu liegen. Bis ... Jule anfängt Fotos von sich für ihren Schwarm zu machen. Auf den Bilder sieht sie einen Schatten, der dort nicht sein dürfte. Unwesentlich später entdecken die drei Freundinnen im Wald ein altes Haus, in dem seltsame Dinge geschehen ...
In ihrer ersten "Gruselstunde" führt die Autorin Leser ab 12 Jahren in eine düstere Geschichte, in der es um Rache und nicht gewährte Vergebung handelt.
Parallel skizziert sie den Schulalltag der drei Mädchen, der im Vergleich zu dem Geheimnis wie ein Spaziergang wirkt. 
Die Emotionen, und somit auch das Gruseln, halten sich die Waage und man kann entspannt mit den drei Freundinnen mitfiebern, wenn es um die Lösung des Rätsels geht.
Eine unterhaltsame Gruselgeschichte mit leicht mystischen und schaurigen Zeilen weckt die Neugier und man fliegt nur so durch die Seiten. Wer sich nicht zu viel gruseln möchte, sollte das Buch lieber bei Tageslicht lesen. 😊

4 von 5 Gruselstunden

Donnerstag, 11. April 2024

Autoreninterview Gernot Schatzdorfer

Hallo zusammen.

Heute geht es mit dem Autor Gernot Schatzdorfer weiter:

(Foto: Gernot Schatzdorfer (privat), Grafik: Maximilian Wust)

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das war im Jahr 2008. Einem Mitmenschen, der mich gut kennt, sind zwei Besonderheiten an mir aufgefallen: Zum einen neige ich zu Rückzug und Alleinsein, zum anderen kann ich sprachlich gut formulieren und auch schwierige Sachverhalte präzise auf den Punkt bringen. So riet er mir zur Schriftstellerei, wo ich beide Eigenheiten verbinden und als Ressourcen zu nutzen kann.

Das erste Buch, was ich von dir lesen durfte, war "Der Lindwurmplanet". Jetzt ist frisch "Insektoid" herausgekommen.
Wie wählst du die Form deiner Außerirdischen?
Eine Inspirationsquelle sind Mythen, Märchen und Sagen. Für den „Lindwurmplaneten“ überlegte ich zum Beispiel, wie man Drachen oder Lindwürmer in einen Science-Fiction-Kontext stellen könnte. Solche archetypischen Figuren sind seit jeher fähig, unsere Emotionen und unser Unbewusstes anzusprechen.
In „Insektoid“ orientierte ich mich an der irdischen Biologie, konkret an Aussehen und Eigenschaften von Insekten. Mir ging es dabei auch darum, mir vorzustellen, wie völlig andersartiger Wesen die Welt und die Menschen wahrnehmen. Durch Facettenaugen sieht die Welt gleich ganz anders aus.
Eines sind meine Außerirdischen bestimmt nicht, nämlich menschenähnlich. Das hat zwar eine lange und in den Lesegewohnheiten auch gut etablierte Tradition in der klassischen Space Opera (Star Trek usw.), ist aber nicht mein Zugang.
 
Du bist bereits der zweite Physiker, den ich interviewen darf. Empfindest du es so, dass die Jobwahl auch mit einem spezifischen Literaturgeschmack einhergeht?
In meiner Berufsrealität bin ich gar kein Physiker, lediglich von der Ausbildung her, denn ich habe ein Lehramtsstudium für Mathematik und Physik abgeschlossen. Seither arbeite ich als Lehrer, wobei ich in den letzten Jahren gar nicht Physik unterrichtet habe, sondern nur Mathematik und Informatik.
Ich war aber schon in meiner eigenen Schulzeit sehr stark naturwissenschaftlich interessiert und habe damals auch mit dem Lesen von Science Fiction begonnen. Mein Interesse für dieses Genre speiste sich aus meiner Orientierung an Naturwissenschaft und Technik. Das ist bis heute so geblieben, aber inzwischen lege ich das Augenmerk beim Lesen wie auch beim Schreiben stärker auf das Menschliche und Zwischenmenschliche.
 
Wie kann man sich deinen Schreibprozess vorstellen?
Am Anfang stehen Ideen. Wann immer mir etwas einfällt, schreibe ich es auf. Beispielsweise habe ich vor einiger Zeit einen Bericht über Hinweise auf einen Planeten gelesen, der zur Gänze aus Diamant besteht. Es kann aber auch ein zwischenmenschliches Motiv sein, das ich unter mir nahestehenden Menschen beobachte, etwa zwei Brüder, deren Brüderlichkeit in einer Extremsituation auf die Probe gestellt wird.
Gedankensplitter dieser Art habe ich zu einer inzwischen recht ansehnlichen Sammlung zusammengetragen, die ich laufend ergänze und immer wieder durchlese. Manchmal bleibe ich an einer Idee hängen und greife sie heraus, um eine Story daraus zu bauen. Bei einem längeren Text können auch mehrere Einträge einfließen, weitere kommen dann beim Konzepterstellen ohnehin von selbst dazu. Auch die thematische Vorgabe in einer Anthologie-Ausschreibung kann Ausgangspunkt einer Idee sein.
Dann überlege ich mir ein Rohkonzept für den Text. Dazu gehören die Personen (Hauptperson, Nebenrollen, Gegenspieler), das Setting bzw. der Weltenwurf und die Dramaturgie (Handlungsplot, Spannungsaufbau, Erzählperspektiven). Das alles halte ich auch schriftlich fest.
Das fertige Konzept gehe ich mehrmals durch und versuche es zu verbessern, zum Beispiel, indem ich Inkonsequenzen in der Handlung oder in der Charakterisierung von Personen korrigiere und weiter ins Detail gehe, etwa beim Einbau von Cliffhangern oder der Positionierung entscheidender Höhe- und Wendepunkte.
Bei längeren Texten schreibe ich als nächsten Schritt noch eine Kapitel- oder Szenenübersicht, in der jede Szene mit Ort, Zeit, Perspektive und Handlung beschrieben wird, fast so wie die Kurzfassung eines Filmdrehbuchs. Gelegentlich, wenn mehrere Handlungsstränge parallel laufen, schreibe ich auch einen zeitlichen Ablaufplan.
Im Zuge dieser Vorarbeiten können durchaus auch Wochen oder Monate vergehen.
Dann erst geht es ans Schreiben des eigentlichen Textes. Wenn die Erstfassung fertig ist, optimiere den Text noch in meistens in zehn bis zwanzig Überarbeitungsschritten. Diese Phase benötigt den größen Teil der Entstehungszeit eines Werkes.
Das Ergebnis schicke ich noch meistens an mehrere Testleserinnen und Testleser. Wenn ich deren Rückmeldungen eingearbeitet habe, ist der Text reif für das Einreichen bei einem Verlag.
Dazu gehört bei längeren Texten noch ein Exposé. Das ist aber schnell gemacht, weil mein Konzept ja schon schriftlich vorliegt.

Gibt es einen Text, den du heute anders schreiben würdest?
Ich würde heute alle meine Texte anders schreiben. Schließlich lerne ich mit jedem neuen Text dazu und sehe bei meinen älteren Werken immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten. Trotzdem lese ich auch meine alten Texte auch jetzt noch immer wieder mit viel Freude.
Ältere Texte, die ich nach längerer Zeit erstmals oder erneut veröffentliche, überarbeite ich normalerweise noch einige Male, um meinen jetzigen Erfahrungsstand einzubringen. Am Kern ändere ich nichts, es geht eher um handwerkliche Details.
 
Liest du neben deiner eigenen Schriftstellerei auch aktuelle Science Fiction von anderen Autoren? Oder liest du privat bewusst andere Genres?
Ich lese praktisch immer irgendetwas, und zwar überwiegend Science Fiction. Dabei lese ich nicht bewusst andere Genres, sondern immer dann, wenn mir etwas Interessantes unterkommt. Aber auch in anderen Genres oder im literarischen Mainstream zieht es mich häufig zu Romanen mit phantastischen Elementen.
 
Was bedeutet Science Fiction für dich?
Science Fiction bietet die Möglichkeit, die Frage „Was wäre, wenn?“ auf kreative Weise zu stellen und zu beantworten. So kann ich meine Faszination für die Ästhetik exakter, logischer Wissenschaft mit meinem Hang zum Träumen verbinden. Ich kann die ganze Bandbreite vom sachlichen Berichten über Spekulation bis hin zum fröhlichen Drauflosfabulieren abdecken und dem Zugang über den Verstand all das hinzufügen, was vom Herzen kommt: Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen, Freundschaft und Liebe, aber auch Zorn, Hass und Rachedurst. Dazu kommen zeitlose gesellschaftliche Themen wie Toleranz und Umgang mit dem Fremden, Demokratie und Tyrannei, Freiheit und Sklaverei, Kriminalität und der Umgang damit, und vieles mehr.
Science Fiction ist also keine Flucht vor den menschlich wichtigen Dingen, sondern kann sie in phantasievoller Form auf den Punkt bringen.

Nachdem ihr wisst, was Gernot schreibt, könnt ihr hier mehr über ihn erfahren:
schatzdorfer-graz.at/gernot
facebook.com/Gernot.Schatzdorfer/

In diesem Sinne: Fröhliches Lesen und freut euch auf das nächste Interview.  

Mittwoch, 10. April 2024

Nicholas Blake "Mord auf der Kreuzfahrt"

Als Detektiv immer wieder in Mordfälle zu stolpern, scheint eine besondere Eigenschaft von Nigel Strangeways zu sein. Nachdem er seiner Freundin versprochen hat, mir ihr ein paar Tage auf einem Kreuzfahrtschiff durch die griechische Ägäis zu schippern, kommt alles anders, als die beiden anfangs denken. Einige griechische Inseln sind bereits besichtigt, als es zu zwei Morden kommt und sich die Frage stellt: Wem kann man auf dem Schiff noch trauen?
Wieder einmal schafft es der Autor ein nahezu perfektes Locked-room-mystery zu schreiben. Doch dieses Mal habe ich den Fall vor Ende des Buches gelöst, aber der Reihe nach.
Nicholas Blake schafft es in seiner Reihe um den Scotland Yard Ermittler immer wieder den Leser zu überraschen. Meist trifft der Tod Nigel Strangeways im Feierabend oder gar im Urlaub, was einem als Leser schon ein bisschen Mitleid empfinden lässt, da der Ermittler nie zur Ruhe zu kommen scheint. Doch er ist bei jedem Fall mit Leib und Seele dabei und verblüfft die Leser mit seinen Schlussfolgerungen und der Tatsache, dass er nahezu jedes Details mitbekommt. Dabei ist er als Charakter äußerst charmant, da er nicht die Arroganz eines Sherlock Holmes oder eines Hercule Poirot besitzt. 
Parallelen oder zumindest Ähnlichkeiten zu Fällen von Agatha Christie wirken dabei nicht wie ein Abklatsch, sondern lösen beim Lesen eine gewisse Heimeligkeit aus, da man weiß, das Böse wird am Ende immer bestraft. 
Wer es allerdings bei Krimis etwas deftiger mag, wird an den Geschichten keine Freude haben. Da es sich um Kriminalromane handelt, kommt die Handlung nur sehr gemächlich in Gang und man lernt erst viel über die Figuren, bevor "etwas" passiert.
Ich persönlich liebe diesen Erzählstil, aber das ist bekanntlich eine Geschmackssache.

5 von 5 Kreuzfahrtschiffen

Dienstag, 9. April 2024

Dieter Rieken "Zweimal langsamer wie du"

Die Zukunft ist düster. Dieses Bild wird öfters vermittelt, wenn man Science Fiction liest. Klimaerwärmung, das Verlassen der Erde und andere mehr oder wenige realistische Ideen setzen Autoren in ihren Texten um.
In seinem Sammelband "Zweimal langsamer wie du" greift sich Dieter Rieken drei Themen für seine Geschichten heraus.

Die Titelgeschichte wird von den Auswirkungen des Klimawandels dominiert. Dabei sind es nicht nur die Handlungen der Personen, die bedrückend wirken, sondern gerade ihre Gedanken und ihre Träume zeichnen ein wesentlich klareres Bild, was neben der planetaren Auswirkungen auf die Menschheit in Zukunft wartet.

"Jonas und der Held Terranovas" zeigt schon mit der Namensgebung, an welche Geschichte diese Erzählung anknüpft. Die Menschheit hat die Erde verlassen und lebt auf Terranova; ein Ort, der ein Neubeginn sein sollte, der aber trotzdem von Vorurteilen der alten Welt durchzogen ist.

"Die Schneekönigin" zeigt auf, was passiert, wenn nicht die Hitze die Erde dominiert, sondern ein Kälteeinbruch vorherrscht. Wer gegen wen? Und vor allem zu welchem Preis?

Im Nachwort erläutert der Autor, dass er alle Geschichten für diesen Sammelband überarbeitet und ergänzt hat. Es ist interessant zu verfahren, welchen Wandel Geschichten durchleben können, bevor sie als Buch erscheinen. 

Geschichten über die Zukunft sollen, finde ich, noch mehr zum Nachdenken anregen, als es bereits andere Texte tun. Gerade deswegen wirken Science Fiction Texte oftmals unbequem. Sie legen den Finger in die sprichwörtliche Wunde und zeigen uns unsere Verfehlungen der Vergangenheit und der Gegenwart auf, um die Zukunft besser oder zumindest durchdachter anzugehen. Alle drei Geschichten haben einen unterschiedlichen Ansatz und doch ist es in meinen Augen gerade das Psychologische, das die drei Geschichten miteinander verbindet. Vielmehr als in anderen Geschichten, die ich bisher gelesen habe, geht es auch darum, was der Klimawandel o.Ä. mit uns als Menschen macht. Wo ziehen wir persönlich Grenzen, welche Hindernisse überwinden wir und welche Opfer müssen wir bringen, um ein Ziel zu erreichen. Es stellt sich auch die Frage, ob jedes Ziel erstrebenswert ist.

4 von 5 Erzählungen

Rezensionsexemplar von pmachinery.de

Donnerstag, 4. April 2024

Autoreninterview spezial Timo Kümmel

Hallo zusammen.

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass hinter dem Buch nicht nur ein Autor sondern auch ein Illustrator steht? Daher habe ich dieses Mal einen Illustrator gebeten, mir ein paar Fragen zu beantworten:

(Foto: Timo Kümmel (privat), Grafik: Maximilian Wust) 

Wie bist du zu den Illustrationen oder überhaupt zum Zeichnen gekommen?
Eine kreative Veranlagung und die Sehnsucht nach anderen Welten ist wohl schon immer Teil meiner DNA gewesen, egal ob es nun ums Zeichnen, Schreiben oder plastische Gestalten ging. Schon im Kindergarten habe ich mit Stecksystemen lebensgroße Roboter gebaut, die ich auf Rollen begeistert durch die Gänge geschoben und mir epische Geschichten dazu zusammenphantasiert habe. Mühten sich die anderen bei kreativen Schreibaufgaben in der Grundschule mit ein, zwei Seiten ab, salbaderte ich mir heißblütig 12-16 aus dem Oberstübchen und fand kein Ende.
Auch gehöre ich noch zu der Generation, die zumindest die ersten zehn Jahre weitestgehend ohne moderne Technik aufgewachsen ist, und eben gemalt, gebastelt und sich ständig irgendetwas ausgedacht hat, anstatt sich von einem flimmernden Display berieseln zu lassen.
Als Teenager stieß ich durch Perry Rhodan aufs Fandom und veröffentlichte bald erste Kurzgeschichten und Illustrationen in kleinauflagigen Fanzines, die damals noch recht stümperhaft aber mit viel Liebe in Copy-Shops zusammengetackert wurden.
Parallel dazu legte ich die Gleise für meinen kreativen Weg, absolvierte die Fachoberschule Gestaltung, schloss eine schulische Ausbildung zum Holzbildhauergesellen ab und studierte schließlich Freie Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe.
Aus unterschiedlichen Gründen brach ich mein Studium nach vier Semestern ab und machte mich kurz darauf als Illustrator selbstständig. Erste bezahlte Aufträge hatte ich schon während meiner Zeit in Karlsruhe, bis ich wirklich davon leben konnte, sollten aber noch etliche Jahre und unzählige Nebenjobs ins Land ziehen. Und selbst heute ist das Leben als freiberuflicher Künstler ein ewiger Spießrutenlauf am Rande des Existenzminimums – und angesichts der alles platt walzenden und tödlich parasitären KI-Seuche unter einem Goliat-Damoklesschwert, das mich jeden Moment filetieren könnte ... aber lass uns keine Weltuntergangsstimmung verbreiten, davon haben wir dieser Tage schon genug.

Unter Buchliebhaber gibt es die Redensart "Ich habe es nur wegen des Covers gekauft". Wie schätzt du es als Illustrator ein: Wie wichtig ist ein ausdrucksstarkes Cover?
Wenn keine treue Stammleserschaft bereit steht und den Titel hochhebt, ist es absolut elementar. Es ist die offene oder geschlossene Tür. Entweder springt der Funken durchs Cover über und man generiert den Moment an Aufmerksamkeit, um im Anschluss mit einem Versprechen von Inhalt, also dem Klappentext, überzeugen zu können, oder man wird die Menschen nur sehr viel später und mühsam durch Rezensionen, Mundpropaganda und Werbung erreichen können.

Wie kann man sich deinen Arbeitsalltag vorstellen?
Ich stehe meist zwischen 5 - 8 Uhr auf, und setze mich dann sofort mit einer Kanne schwarzen Tees vor den Rechner. Idealerweise, um die Arbeit am aktuellen Bild fortzusetzen, aber je nachdem natürlich auch, um wichtigen Papierkram, die Korrespondenz oder Gestaltungszuarbeiten für diverse Kleinverlage und Selfpublisher zu erledigen. Oder, wie eben jetzt, auch mal um 2 Uhr morgens, um ein Interview zu beantworten, weil ich nicht schlafen kann, was bei mir alle vier, fünf Tage vorkommt.
In meiner „Freizeit“ lese ich dann noch die ganzen Manuskripte und kümmere mich um die Meldungen in den sozialen Kanälen und auf meiner Page. Wenn ich unterwegs bin, habe ich meist meine Kamera dabei, um Motive und Strukturen zu sammeln, die ich vielleicht verwenden könnte.
In dem Sinne gibt es für mich weder Wochenenden noch Urlaub (wofür ich sowieso kein Geld hätte). Ich arbeite, wann es passt und möglich ist, bin dafür aber auch nicht an Werktage oder Uhrzeiten gebunden, wenn etwas anderes ansteht oder es halt gerade mal nicht läuft.

Wonach suchst du dir die Projekte aus, an denen du arbeitest?​
In der Regel lehne ich nur sehr wenig ab, und das meist aus Zeitmangel oder weil wir nicht beim Honorar zusammen finden. Bei manchen passt der Inhalt aber auch einfach nicht zu mir, oder die Bildwünsche überhaupt nicht zu meiner Arbeitsweise und Motivsprache. Da versuche ich dann auf passende Kolleg:innen zu verweisen.

Wie ich auf deiner Homepage gesehen habe, hast du bereits mehrere Preise erhalten. Gibt es noch eine Auszeichnung, die du gerne erhalten würdest?
Mhm, die Preise für phantastische Kunst sind dünn gesät. Nachdem der Deutsche Phantastik Preis nun schon seit mehreren Jahren pausiert, gibt es da in meiner Wahrnehmung eigentlich nur noch den Kurd-Laßwitz-Preis und den Vincent-Preis. Für alle drei bin ich oft nominiert worden, die letzten beiden habe ich schon gewonnen, beim DPP bin ich zweimal auf dem zweiten Platz gelandet. Wobei sich das natürlich nicht abnutzt und ich mich immer wieder absolut geehrt fühle und riesig darüber freue, auch nur nominiert zu werden.
Aber unter dem Gesichtspunkt wäre es eine schöne Überraschung, wenn man mal jenseits des Genre-Fandoms wahrgenommen und eine Gestaltung einfach ob ihrer Wirkung und Ästhetik ausgezeichnet werden würde. Aber welche Preise es da gibt, wüsste ich überhaupt nicht zu sagen ... bzw. fällt mir nur der Deutsche Jugendliteraturpreis ein. Den zu gewinnen, wäre tatsächlich ein absoluter Meilenstein. Für die Bronzeplastik von Momo würde ich mir als beseelter Bewunderer von Michael Endes Werk einen kleinen Schrein bauen. Schau an, da haben wir die Antwort, haha.

Hast du eine eigene Lieblingsillustration?
Es gibt immer mal wieder Bilder, die mir mehr bedeuten und auf die ich wirklich stolz bin. Ganz sicher zählt dazu das Cover meines Bildbandes VORSEHUNG – auch, weil es eben ein ganz eigenes Bild ist, keine Illustration zu Gedanken anderer. Dazu komme ich leider nur noch sehr, sehr selten, weil sich die Aufträge die Klinke in die Hand geben und die Miete bezahlt werden will. Daneben bin ich zuletzt sehr glücklich über mein Cover zu Michael Siefeners DER TEUFELSPAKT gewesen und mag fast alle meine Karten und insbesondere auch die Arbeit an diesen, weil ich da noch viel ursprünglicher und zeichnend herangehe. Als Beispiele seien hier meine aktuellste Karte für den Roman FLAMMENLIED – DIE VIER KÖNIGE Teil 1 von Bernhard Trecksel und das Vorsatzblatt zu Davide Morosinottos SHI YU ins Feld geführt.

Ich bedanke mich für das nette Interview, die spannenden Fragen und die Bühne, mich und meine Arbeit zeigen zu dürfen!


Timo Kümmel:

https://timokuemmel.wordpress.com/

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https://www.instagram.com/timokuemmel/

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Bildnachweise:

Cover zu Michael Siefeners DER TEUFELSPAKT, Atlantis Verlag (https://amzn.to/4bNOWzb)



Cover und Panoramabild zu Timo Kümmels VORSEHUNG, Atlantis Verlag (https://timokuemmel.wordpress.com/vorsehung-ein-bildband/)



Vorsatzblatt zu Davide Morosinottos SHI YU, Thienemann Verlag (https://amzn.to/48uzTaE)



Karte zu Bernhard Trecksels FLAMMENLIED – DIE VIER KÖNIGE 1, Piper Verlag (https://amzn.to/42QSMTW)​




In diesem Sinne: Fröhliches Lesen und freut euch auf das nächste Interview.  

Montag, 1. April 2024

Dan Adams "Manhattan 2060" Part 2

Probleme über Probleme häufen sich im zweiten Teil der dritten Staffel von Manhattan. Glaubt man als Leser ein Schauplatz sei für die Vielfältigkeit von Ärgernissen ausreichend, katapultiert Dan Adams ihn in ein weiteres Szenario. Während das D.S.O. mit internen Umstrukturierungen und Intrigen zu kämpfen hat, steht der Drogenkrieg auf den Straßen nicht still, auch wenn er ein wenig in den Hintergrund tritt. 
KI und ein Form des Darknets treten an dessen Stellen und zeigen, dass Menschen meist nicht von ihrer Natur abweichen können, ob sie es nun wollen oder auch nicht.

Wer betrügt wen? Wer kontrolliert wen? Und wer ist überhaupt noch Herr der Lage? 
Diese und ähnliche Fragen springen beim Lesen immer wieder im Kopf herum, denn wie schon in den vorigen Bänden schafft es Dan Adams einen vermeintlichen Ruhebereich in der Geschichte aufzubauen, nur um ihn im nächsten Moment eindrucksvoll zu zerstören.
Ausruhen darf man sich als Leser nicht, denn ansonsten wird man von der Entwicklung der Geschichte überrannt. Kleine, versteckte Hinweise zeigen dem Leser aus wessen Richtung das nächste Unheil droht und so ist man nach knapp 190 Seiten gut gedanklich durchgeschüttelt und zweifelt, ob die Geschichte, und wenn ja für wen, ein gutes Ende nehmen kann.

4 von 5 Cops

Samstag, 30. März 2024

Dhonielle Clayton "Die Marveller"

Ella Durand ist die erste ihrer Familie, die einen Platz im Arkanum der Schule für Marveller erhalten hat. Das Besondere an ihr? Ihre Familie besteht nur aus Fabulierern. Nicht gerade die Feinde der Marveller, aber Begeisterung sieht bekanntlich anders aus. Es kommt, wie es in solchen Fällen kommen muss, die Marveller nutzen jede Gelegenheit Ella zu diskreditieren, auch wenn diese Möglichkeit künstlich herbeigeführt werden muss. Doch parallel geschieht eine viel größere Unordnung in der Welt. Denn das sicherste Gefängnis kann die berühmteste Insassin nicht dauerhaft einsperren.
Soweit zum Inhalt und jetzt die Frage, die sich bei einem Buch über ein Internat und Zauberei immer aufdrängt: Wieviel Ähnlichkeit hat das Buch mit Harry Potter?
Nun ... Der Autorin gelingt es eine eigene Welt mit ihren individuellen Protagonisten zu schaffen und aktuelle Probleme (die sich seit dem Erscheinen von Harry Potter ein wenig verändert haben) mit in ihre Geschichte einzubinden. Doch mehrere augenscheinliche Ähnlichkeiten lassen sind nicht von der Hand weisen. Drei Kinder, ein Bösewicht, mehrere böse Kinder, Vorurteile gegenüber "anderen", um nur einige Parallelen zu erwähnen.
Doch mit ihrer Sternenpost und Zeitungsberichten zeigt die Autorin, wie man mit Kreativität ein ähnliches Setting, auch mit eigenen Ideen würzen kann. 
Als Auftakt einer Serie angelegt, zeigt es, mit welchen Schwierigkeiten sich Ella und ihre Freunde in Zukunft herumschlagen müssen und gleichzeitig ist die Bühne bereitet, auf der sich weitere Abenteuer ereignen werden.
Doch ohne mich. Mir hat ein Buch aus dieser Welt gereicht.

3,5 von 5 Fabulierern

Donnerstag, 28. März 2024

Autoreninterview Nele Sickel

Hallo zusammen.

Heute stellt Nele Sickel sich und ihre neueste Anthologie "Blutspuren im Hyperraum" vor:

(Foto: Nele Sickel (privat), Grafik: Maximilian Wust)

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe schon seit meiner Kindheit, so wie die meisten Autoren. Tatsächlich wollte ich schon in der Grundschule Schriftstellerin werden. Das habe ich mir damals sicherlich etwas glamouröser vorgestellt, aber ich bin heute sehr zufrieden.

Mir bist du hauptsächlich als Kurzgeschichtenautorin bekannt. Für "Blutspuren im Hyperraum" hast eine Novelle verfasst. Hattest du wegen der Länge des Textes eine andere Arbeitsweise als sonst?
Gelegentlich schreibe ich auch Romane, aber mit Kurzgeschichten habe ich inzwischen besonders viel Übung und ein echt praktisches Talent entwickelt: Ich habe ein gutes Gespür, wie sich meine Ideen in Wortzahlen umsetzen lassen, und kann deshalb einen Text von vorn herein ziemlich genau auf die geforderte Länge planen. Daher lief es mit der Novelle auch ziemlich glatt, obwohl ich mit diesem Format vorher noch nichts zu tun hatte. Es gibt natürlich verschiedene Szenen und Handlungsorte und eine ganze Handvoll Figuren. Deshalb habe ich zum Notizbuch gegriffen und einige Gedanken vorher aufgeschrieben und geordnet. So etwas mache ich für Kurzgeschichten in der Regel nicht. Die fließen meist an ein oder zwei Abenden auf das Papier.

Du bist bei der Anthologie "Blutspuren im Hyperraum" auch Herausgeberin. Erzähl doch einmal ein bisschen, was deine Aufgaben als Herausgeberin sind.
Die Herausgeberschaft habe ich im Laufe des Projekts übernommen, weil der liebe Chris Grimm, von dem die Idee zu der Anthologie stammt, die Arbeit daran leider nicht mehr weiterführen konnte. Damit fielen die ersten Aufgaben für mich weg: nämlich ein Konzept zu entwickeln, einen Verlag zu suchen und Autoren einzuladen. Das hat alles Chris gemacht. Ich habe die Texte der anderen Autoren lektoriert, eine Reihenfolge dafür festgelegt und den Klappentext geschrieben. Ich war auch ein bisschen ins Cover-Design und das Layout involviert, was wirklich Spaß macht. Und jetzt, da das Buch erschienen ist, versuche ich natürlich, gemeinsam mit dem Verlag fleißig die Werbetrommel zu rühren.

Noch eine weitere Frage zur Anthologie:
Die Texte spiegeln sehr unterschiedliche Formen der Kriminalliteratur wider. Wie schwer ist dir die Zusammenstellung gefallen?
Bei dieser Anthologie wurden die Autoren speziell angesprochen und eingeladen, mitzumachen. Wir haben einander unsere Grundideen vorgestellt, ehe es ans Schreiben ging, damit nichts allzu Ähnliches herauskommt, aber im Übrigen hatte jeder freie Hand. Dass so unterschiedliche Texte dabei herausgekommen sind, liegt daran, dass wir alle vier ganz andere Themenschwerpunkte und Stile haben. Ich habe also nichts aktiv zusammengestellt, bin allerdings trotzdem sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Was gefällt dir mehr: eine Geschichte zu schreiben oder sie vor Publikum vorzutragen?
Schreiben. Aber es ist ganz ehrlich ein knapper Sieg. Ich liebe es, vor Publikum zu lesen und live miterleben zu können, wie meine Geschichten wirken.

Bei Instagram erzählst du immer mal wieder von deinen Schreibwochenenden. Wie unterscheidet sich das Texte schreiben in der Gruppe von der Arbeit im stillen Kämmerlein?
Tatsächlich schreiben wir selten zusammen. Unsere Gruppe trifft sich einmal im Monat live  – das sind die Wochenenden, an denen ich dann immer die schönen Fotos poste – und an einem anderen Abend online. Bei diesen Gelegenheiten kann jeder, der Lust hat, einen unveröffentlichten Text mitbringen und bekommt dazu intensives Feedback. Wir tauschen unsere Eindrücke über die Szene und die Figuren aus, suchen Logikfehler, machen Stilvorschläge und so weiter. Geschrieben und überarbeitet wird zu Hause. Wir setzen uns allerdings auch manchmal zu Schreibübungen zusammen, in denen wir uns dann gegenseitig Impulse geben. Auch das kann sehr inspirierend sein.

Falls jetzt jemand hellhörig geworden ist: Wir sind die Schreibgruppe WOBBS und treffen uns im Raum Braunschweig/Wolfsburg, haben aber Mitglieder aus allen möglichen Ecken Deutschlands. Und ja, neue Mitglieder sind uns immer gerne willkommen.

Mit wem würdest du gerne einmal zusammenarbeiten?
Ohhh, das ist eine wirklich schwere Frage. Durch die vielen Anthologien habe ich schon jede Menge tolle Autoren und Verlage kennenlernen dürfen, mit denen ich immer wieder gerne zusammenarbeiten würde. Aber da könnte ich jetzt nicht eine Person vor den anderen hervorheben. Was ich wahnsinnig gerne irgendwann mal angehen würde, ist ein illustriertes Projekt. Also mit einem Illustrator oder einer Illustratorin? Oder vielleicht mit jemandem, der noch mal ein ganz anderes Kunstmedium mitbringt? Das wäre auf jeden Fall spannend. Ich experimentiere doch so gerne.


Nachdem ihr wisst, was Nele schreibt, könnt ihr hier mehr über sie erfahren:
www.perpetuum-narrabile.de
www.facebook.com/nelesickelautorin
www.instagram.com/nele_sickel

In diesem Sinne: Fröhliches Lesen und freut euch auf das nächste Interview.