Dienstag, 6. Oktober 2026

Dennis Gastmann "Orientexpress"

Für viele ist Reisen ein ganz besonderes Lebensgefühl.
Man trifft fremde Länder, andere Kulturen und im ersten Augenblick merkwürdige Sitten.
Der Journalist Dennis Gastmann ist die Strecke des berühmten Orientexpresses gefahren. Von Deutschland bis nach Istanbul, mit ein, zwei kleinen Umwegen.
Im Zentrum steht hierbei nicht der Zug ansich sondern vielmehr das Gefühl "Unterwegs zu sein". Er besucht die Pariser Fashion Week, trifft in Venedig die deutsche Delegation und sucht sich meist eigenwillige Airbnbs heraus, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Was mal besser und mal schlechter gelingt.
Auf dreihundert Seiten lernen wir Land und Leute kennen, blicken auf Grenzen und Gemeinsamkeiten, was der Autor immer informativ und manchmal auch witzig verpackt. Er spart dabei aber auch nicht an Missgeschicken, denn eine Reise verläuft selten ohne und zeigt, wie er als Journalist die Welt sieht. 
Seine Reise ist eine Bestandsaufnahme des heutigen Europas, welches sich sehr von dem Agatha Christies unterscheidet. Hier und da zieht er Vergleiche, zum Reisen in der damaligen Zeit ansich und im Besonderen bei den kulturellen Unterschieden. 
Seinen Anekdoten von der Reise zu lauschen, ist wie ein kleiner Urlaub, den man nicht selber plant, wobei, so heißt es auch mehrfach in dem Buch, man kann keine Reise planen, es geschieht immer etwas, womit man nicht rechnet.

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