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Donnerstag, 22. Januar 2026

James Goodwin "Der Tote in der Church Lane"

Bereits zum zweiten Mal treffen wir Arthur Tingwell in Little Barkham. Wieder geschieht ein Mord in dem beschaulichen Dorf und wieder treffen die Anfeindungen den Bibliothekar.
Den Hintergrund der Geschichte bildet der große Postraub und die Auswirkungen des Kalten Krieges, denn die Dorfgemeinschaft sieht nicht nur in Arthur Tingwell einen Außenseiter, auch der plötzlich auftretende Archäologe kommt bei vielen Anwohnern nicht gut an.

Wie schon bei dem ersten Band schafft es der Autor, die Handlung hinter vielen kleinen Geheimnissen zu verstecken. Man muss das eine oder andere Mal zurückblättern, da er durch die Wahl seiner Worte den Leser, wie es schon Agatha Christie gemacht hat, in die Irre führt. Einzelne Begebenheiten wirken rückblickend in einem ganz anderen Licht und doch ist es nicht so, dass er den Leser mit Informationen überfrachtet.

Man will gerne die Taschenlampe zücken und sich mit Arthur Tingwell auf die Suche machen, denn es geht erneut darum, seinen guten Ruf zu waren. Und nebenbei müssen auch die Vorbereitungen für den Besuch der Queen erledigt werden.
Es gibt viel zu tun in dem kleinen Dorf und es wird niemals langweilig.

Als Leser greift man nicht zu hoch, wenn man die Finesse und Scharfsinn des Autors mit Agatha Christie vergleicht.
Ich hoffe, dass es noch viele Bände geben wird.


4,5 von 5 Briefen

Sonntag, 9. März 2025

James Goodwin "Mord in Little Barkham"

Irgendwo, außerhalb von London, liegt Little Barkham. Ein kleines Dorf. Mit einem großen Anwesen. Einem Pub. Einer Bücherei. Und einem Mord.
Denn, die Dorfidylle trügt. Genauso wie sie es in den Bücher von Agatha Christie in der Bücherei tut.
Aber der Reihe nach: Es sind einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg vergangen, als Arthur Tingwell seinen Job in der Bücherei von Little Barkham annimmt. Er versorgt das Dorf mit Literatur, und dabei gerne mit dem neuesten Kriminalroman der sehr geschätzten Agatha Christie. Bis zu dem Tag an dem Dame des Anwesens umkommt und somit das ganze Dorf in helle Aufregung gerät. 
Zwischen Essensrationierungen, unfähigen Polizisten und abendlichen Guinness im Pub entspinnt sich zwischen den Dorfbewohner mit dem täglichen Fortschreiten der Ermittlungen ein gehöriges Misstrauen, das mit jeder Verhaftung größer wird und Konsequenzen nach sich zieht. 
James Goodwin hat seine Hausaufgaben gemacht. Ich wollte beim Lesen gar nicht, dass das Buch endet, da man sich darin wie in einem Kokon der klassischen Kriminalfälle fühlt. Hier ein betagtes Anwesen, der entsprechende Missmut einiger Dorfbewohner, dort der Pub als Treffpunkt für Klatsch und Tratsch. Ein Bibliothekar, der auch im größten Durcheinander wegen seiner Liebe zu Agatha Christie den Überblick behält und eine Dorfgemeinschaft, die nicht immer miteinander, aber erst recht nicht ohne einander auskommen kann.
James Goodwin schafft es eine Hommage an Agatha Christie zu schreiben, ohne sich dabei auf einen Abklatsch zu reduzieren. 
Eigene Charaktere, die berühmt-berüchtigten Geheimnisse und ganz viel Charme und Atmosphäre, gewürzt mit Buchzitaten und Anekdoten über Schriftsteller machen den Krimi zu einem Lesevergnügen erster Güte.

5 von 5 Gardinen

Montag, 20. September 2021

Christoph Heiden "Sünderblut"


Wer sündigt, gehört bestraft. Doch was ist Sünde oder wer hat das Recht eine Bestrafung durchzuführen? Wer darf einen anderen Menschen richten oder alternativ auch entscheiden, ob dem Menschen die Sünden erlassen werden? Kann ein Mensch Buße tun und bereuen? Oder ist Schuld unvergänglich und nur durch das Blut des Sünders kann die Schuld wirklich getilgt werden?
Henry Kilmer hat seiner Heimat Berlin den Rücken gekehrt, um nunmehr seinen Polizeidienst bei der Polizei Jena zu absolvieren. Mit einer Last aus der Vergangenheit auf den Schultern versucht er seinen Job gewissenhafter und genauer zu machen als jeglicher andere Polizist. Was seine Kollegin Linda teilweise in den schieren Wahnsinn treibt. Henry kann nicht abschalten, nimmt Arbeit mit nach Hause und versucht aus den kleinsten Details Zusammenhänge herzustellen, um seine Fälle abzuschließen, denn ein Versagen kommt für ihn nicht in Frage.
Als kurz hintereinander zwei Menschen verschwinden, verbeißt Henry nahezu in den Ermittlungen und kann außer an diese Fälle an nichts anders mehr denken. Immer wieder drehen sich seine Gedanken um diese Personen und er schreckt auch nicht davor zurück, die Vorgaben der Polizei zu umgehen, um an weitere Ermittlungsergebnisse zu kommen. Doch zu welchem Preis?

"Sünderblut" ist der erste Fall um Henry und Linda und auch der Debütroman von Christoph Heiden. Er nimmt den Leser mit in eine Welt, in der Menschen für das büßen müssen, was sie anderen angetan haben, doch ermittelt in dem Fall nicht die Polizei sondern eine dem Leser unbekannte Person und lässt die Personen für ihre Taten büßen.
In Rückblenden wird der Leser an das ausschlaggebende Ereignis herangeführt und eine direkte, unverschnörkelte Sprache lässt den Leser teilweise erstaunt zurück, wenn man sieht, was Menschen anderen Menschen antun und das noch vor sich selber rechtfertigen können.
Man braucht etwas länger um mit den Personen warm zu werden, doch sicherlich spiegelt das auch unsere täglichen Erfahrungen wider, bei denen man auch nicht mit jemandem Menschen sofort gut Kirschen essen kann.
Henry ist für mich die Hauptfigur, die man am meisten versucht zu verstehen. Bei anderen gelingt es mir bis zum Schluss nicht, was aber definitiv ihrer Rolle zufällt und ihrer Funktion im Buch.
Ein Krimi, der einen über Recht und Unrecht sinnieren lässt und die Frage aufwirft, ist überhaupt irgendein Mensch ohne Sünde?

3,5 von 5 Sünden

Donnerstag, 1. Oktober 2020

#AutoralsLeser: Christoph Heiden

Oftmals nehmen wir Leser in einer Person nur den Autor war, doch das ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit.

Ein Autor ist auch selbst ein Leser und ist durch das, was er gelesen hat beeinflusst. Doch spiegelt sich das Gelesene im Geschriebenen wider?
Wollen wir doch einmal sehen.  😉
Heute hat dieser Autor die Fragen zu seinem Leseverhalten beantwortet: 

Christoph Heiden


1. Welches sind die drei besten Bücher, die du je gelesen hast?
Ich weiß nicht, ob's die besten sind, würde sie aber als meine drei Lieblingsbücher bezeichnen.

Es scheint die Sonne noch so schön – Barbara Vine
1977 – David Peace
Tod und Nachtigallen – Eugene McCabe

2. Wo liest du am Liebsten?
Ganz klassisch: In meinem Sessel am Fenster, so dass das Tageslicht die Buchseiten erhellt. Oder liegend auf dem Bett.

3. Welches Buch hast du zuletzt gelesen und würdest du es weiter empfehlen?
Totengleich von Tana French Ja, ich würde es weiter empfehlen, muss jedoch mitschicken, dass zum Lesen ein langer Atem nötig ist. Tana Frenchs Romane sind eher was für Langstreckenläufer*innen als für Sprinter*innen. Eine wirklich lohnende Lektüre.

Autoren-Sonderfrage: Liest du Reihen und wenn ja, welche?
Ich bin ein großer Fan von Reihen, kann ihnen aber aus Zeitgründen nur langsam folgen. Die Serien, die ich regelmäßig und mit Begeisterung lese, sind unter anderem:

Jack Taylor – Ken Bruen
Carol Jordan & Tony Hill – Val McDermid
Frank Elder – John Harvey
Inspector Wexford –Ruth Rendell
Sean Duffy –Adrian McKinty
Pathologe Quirke –Benjamin Black

Vor kurzem haben mir Cornelia Hüppe - Inhaberin der Buchhandlung Miss Marple – und der Buch- und Filmkritiker Jochen König unabhängig voneinander die Reihe um Inspector Banks empfohlen. Die Romane von Peter Robinson sind für mich Neuland, doch kann ich jetzt schon sagen, dass diese Reihe einen neuen Leser dazugewonnen hat.

Nachdem ihr nun wisst, was er liest, könnt ihr hier schauen, was er schreibt:
http://www.christophheiden.com/
https://www.instagram.com/christoph_heiden/

In diesem Sinne, fröhliches Lesen und freut euch auf die nächste Woche und auf einen weiteren Autor.

Donnerstag, 28. Mai 2020

Autoreninterview mit Christoph Heiden Teil 3

Hallo zusammen.
Heute folgt der letzte Teil meines Interviews mit Christoph Heiden. Ich hoffe, euch hat das Interview genauso Spaß gemacht wie Christoph und mir. 😀




"Zurück im Zorn" spielt zum großen Teil in einer ländlichen Gegend, wodurch es dort an Arbeitsplätzen mangelt. Wie bist du auf die ausgefallenen Nebengewerbe gekommen?
Im Grunde sind diese Nebengewerbe gar nicht so ausgefallen, denn der im Buch erwähnte Sternenpark ist real: Er befindet sich im Havelland, nordwestlich von Berlin. Nicht nur dass die Region einer der dunkelsten Orte Deutschlands ist, darüber hinaus existiert dort eine wunderbare Flora und Fauna. Die Bewohner hoffen einfach, wie andernorts auch, die Gegebenheiten zu nutzen. Statt Ausflüge in die Berge veranstalten sie Führungen ins Vogelschutzgebiet, übers Luch oder eben Exkursionen unterm Sternenhimmel. Natürlich hofft eine Figur wie Danny Schmidt damit ebenfalls Geld in die Kasse zu kriegen, was mich als Autor sehr neugierig macht. Vielleicht sind nicht die Jobs so ausgefallen, sondern eher die Menschen, die sie ausüben. Oder es zumindest versuchen.

Welcher Charakter in "Zurück im Zorn" war für dich am schwersten aufzubauen und warum?
Am Schwersten fallen mir die Hauptcharaktere. Einerseits erscheinen sie mir klar vor Augen und ich gewinne rasch ein Gefühl dafür, wie sie reden und sich bewegen, wie sie mit anderen Menschen interagieren oder ihren Alltag meistern; andererseits stellt sich immer die Frage: Wie viele Informationen aus deren Leben sind für die Geschichte und die Leser*innen wichtig? Allein über Anna Majakowski und Willy Urban könnte ich Bände erzählen: Zum Beispiel über Annas Berufsalltag als Sozialarbeiterin - sie wohnt wie ich in Berlin Lichtenberg - oder über Willys Vergangenheit als Polizist.

Wie lange brauchst du, bis die erste Idee für ein Buch in einem ersten Manuskript endet? Was ist für dich der schwerste Teil am Schreiben?
Bestenfalls brauche ich für einen Roman zwei Jahre, in der Regel dauert es allerdings länger. Manchmal finde ich die Recherche nervenaufreibend: Eine Figur begeistert sich beispielsweise für Blumen. Also lese ich ein Buch über Botantik, belausche meine Mitmenschen und versuche mich in diese Leidenschaft hineinzudenken. Dennoch kann es am Ende passieren, dass im fertigen Buch lediglich ein Satz auftaucht: XY schwärmt für Geranien.
Schwer fällt mir auch, wenn ich die ersten Kritiken bereits während der Schaffensphase verdauen muss; das kann mich ganz schön ins Straucheln bringen. Für solche Situationen wünsche ich mir oft Scheuklappen. Was letztendlich hilft: Der Austausch mit anderen Autor*innen, denn den meisten ergeht es genauso oder ähnlich. 

Wie kamst du zum Schreiben?
Ich glaube mich zu erinnern, dass Winnetou daran Schuld trägt. Ich war in diese Verfilmungen vernarrt, hatte Poster an der Wand und besaß ein paar Karl May-Bücher, die mir aber allesamt zu lang waren. Damals war ich acht oder neun Jahre alt. Irgendwann - laut meiner Mutter - begann ich Geschichten zu erfinden, in denen meine Helden Winnetou und Old Shatterhand die Hauptrolle spielten. Natürlich waren das kleine, bluttriefende Abenteuer voller Schießereien und pathetischer Sprüche, also gar nicht so fern von dem, was ich heute mache. 😉

Schon ist das Interview vorbei. Ich hoffe, ihr habt Lust zum einen weitere Interviews zu lesen und zum anderen euch mit Christophs Büchern zu befassen. Anregungen hierzu findet ihr hier:
http://www.christophheiden.com/
https://www.instagram.com/christoph_heiden/

Danke Christoph für deine Zeit und für die aufschlussreichen Antworten.

Die genutzten Fotos hat der Autor selbst zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Autoreninterview mit Christoph Heiden Teil 2

Hallo zusammen.
Nachdem wir uns letzte Woche ein wenig mit dem Menschen hinter dem Autor Christoph Heiden beschäftigt haben, geht es diese Woche um sein Buch "Zurück im Zorn".




Deine Bücher spielen alle im Osten Deutschlands. Wie wichtig ist für dich der Ort, an dem deine Bücher spielen und wie wählst du sie aus?
Über den Osten Deutschlands schreibe ich, weil ich Teil davon bin, weil ich mich auf Dauer nur schwer aus dieser Welt hinausdenken kann. Da lenkt mich meine Bequemlichkeit sowie eine Art Hassliebe zu dieser Region. Zudem ist meine Fantasie eher begrenzt, deshalb helfen Orte, die mir vertraut sind. Es fällt mir leichter, über Dinge zu schreiben, die ich sehen, riechen, schmecken oder anfassen kann. Trotz dieser Nähe offenbart sich mir jedoch nur ein Ausschnitt, und je älter ich werde, desto kleiner scheint dieser Ausschnitt zu werden. Ich versuche mein Bestes zu geben.

In "Zurück im Zorn" spielen viele Personen mit, die auf Grund ihres Verhaltens als unsympathisch gelten können. Wie wichtig ist es dir Figuren im Buch zu haben, mit denen der Leser sich identifizieren kann?
Ich denke beim Schreiben nicht in Kategorien wie sympathisch oder unsympathisch. Figuren sollten in gewissem Maße widersprüchlich sein, mit Ecken und Kanten - eben authentisch. Aber ich will nicht grenzwertiges Verhalten beschönigen oder verharmlosen, sondern ich spreche von allzu menschlichen Eigenschaften wie Neid, Eifersucht, Angst usw. Helden*innen dürfen auch lügen - wer behauptet, es nie zu tun, hat sich schon mal als Romanfigur qualifiziert. 😉

Sowohl in "Teufelsloch" als auch in "Zurück im Zorn" haben es die Hauptfiguren neben der eigentlichen Geschichte auch privaten Problemen zu tun. Wie entscheidest du, wieviel du deinen Figuren aufbürdest?
Wenn allein das Rätsel eines Mordes im Mittelpunkt steht, sind solche "privaten Probleme" wohl unnötig. In Agatha Christies Romanen finden wir nur wenige Informationen über Miss Marple oder Hercule Poirot. Mich interessiert dagegen der Rätselspaß nur am Rande - natürlich ist ein schöner Twist zum Ende hin immer ein Heidenspaß. Henry Kilmer, der Held meines Erstlings, ist von Beruf Kommissar und bringt genretypisch seine Vorgeschichte mit. Ich finde, das macht eine Figur lebendiger, vielleicht auch glaubwürdiger. Bei "Zurück im Zorn" verhält es sich allerdings anders: Dort würde es ohne die schwierigen Lebensumstände der Protagonist*innen keine Story geben. Hier interessiert mich weniger, wer den Abfalleimer umgestoßen hat, sondern vielmehr, welcher Müll ganz unten lag. Leider musste ich Anna Majakowski, Willy Urban und Martin Berger dazu zwingen, ihren Müll vor mir auszubreiten. War keine leichte Arbeit.

Vielen Dank für die zweite Fragerunde. Nächsten Donnerstag geht es weiter. Ich hoffe, ihr seid dabei.

In der Zwischenzeit könnt ihr euch aber gerne auch schon selber informieren. Hier sind die entsprechenden Links zu Christophs Seiten:
http://www.christophheiden.com/
https://www.instagram.com/christoph_heiden/

Die genutzten Fotos hat der Autor selbst zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Autoreninterview mit Christoph Heiden Teil 1

Hallo zusammen.
Nachdem das Interview mit Helmut Barz so gut bei euch angekommen ist, habe ich mich direkt auf die Suche nach einem anderen Autoren gemacht, den ich euch gerne vorstellen möchte. 
Herzlichen Willkommen, Christoph Heiden.
Aufgewachsen in einer Zeit, in der die Jugend noch Schallplatten, VHS Kassetten und Zauberwürfel hatte und sich nicht nur mit dem Internet beschäftigte, ist Christoph Heiden ein Mann, der über viel Kreativität verfügt und sie nun in sein neues Buch "Zurück im Zorn" einbringt.




Nach verschiedenen Jobs bist du nun seit Jahren im künstlerischen Bereich angekommen. Wie unterscheidet sich für dich die Arbeit als Autor von der Arbeit am Theater?
Die Arbeit fürs Theater ist für mich eine Art Gemeinschaftsprojekt. Meine Texte werden von Regisseur*innen und Performer*innen interpretiert und dadurch entsteht etwas Neues. Die Texte sind quasi Material. Als Theaterautor muss man loslassen können, eine Eigenschaft, die meine Arbeit als Autor von Kriminalromanen positiv beeinflusst. Ich schreibe zwar einen Roman, mache aber nicht das Buch. Das ist das Werk vieler Menschen: Programmleiter*in, Lektor*innen, Grafiker*innen, usw. Dennoch steckt in "Zurück im Zorn" wohl mehr Heiden als in einem aufgeführten Stück, allein deshalb schon, weil mich ein Buchprojekt mindestens zwei Jahre begleitet.

Wenn du nur eins von beiden ausleben könntest, was würdest du wählen? Theater oder Buchautor?
Die Antwort ist leicht: Buchautor. Das soll in keiner Weise gegen Theater und Bühne sprechen; im Grunde äußert sich in der Antwort ein Charakter, der eben lieber am Schreibtisch hockt und aus dem Fenster starrt. Das Theater bietet mir allerdings die nötige Abwechslung, damit Schreibtisch und Aussicht auch in Zukunft interessant bleiben.

Was für ein Gefühl war es, als du deinen Autorenvertrag unterschreiben konntest?
Im Vorhinein habe ich mir oft ausgemalt, wie ich mich bei Vertragsabschluss grenzenlos besaufe und nackt durch die Straßen laufe. Die Realität sah dann allerdings anders aus: Kurz im Kreis getanzt, die Faust in die Luft gereckt, ein paar Telefonate geführt, dann wieder an den Schreibtisch gesetzt und abends ein Gläschen Sekt und ein Gruselfilm, bei dem ich nach einer halben Stunde eingeschlafen bin. Das wirklich schlimme daran: Ich würde es immer wieder so machen.

Vielen Dank für die erste Fragerunde. Nächsten Donnerstag geht es weiter. Ich hoffe, ihr seid dabei.

In der Zwischenzeit könnt ihr euch aber gerne auch schon selber informieren. Hier sind die entsprechenden Links zu Christophs Seiten:
http://www.christophheiden.com/
https://www.instagram.com/christoph_heiden/

Die genutzten Fotos hat der Autor selbst zur Verfügung gestellt.