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Mittwoch, 12. Januar 2022

Uwe Post "Klima Korrektur Konzern"

Zu behaupten Phils Leben würde in ruhigen Bahnen verlaufen, wäre...
Einfach nur gelogen.
Die Frau, mit der er das Bett teilt, will ihn genau nur dafür und seinen Job ist er kurzerhand auch los. Aber manchmal kommt das Glück im unglaublichsten Moment, denn genau zu diesem Zeitpunkt wird eine Stelle als Admin bei der Firma frei, die massiv gegen den CO2-Ausstoß anarbeitet. Die Kollegen sind nett, die Arbeitsbedingungen sind auf Grund der klimatischen Extreme sehr fordernd und doch wehrt das Glück nicht lange, denn es stellt sich heraus, dass Phils Laptop verseucht ist. 
Wird er beweisen können, dass es nicht seine Schuld war? Oder ist er direkt wieder arbeitslos?

In Zeiten, in denen die Menschen rechteckige Pizzen aus 3D-Druckern essen, das Essen ansich zumeist "zusammengebaut" wird und Fridays for future eher ein Relikt aus der Vergangenheit ist, nimmt die Geschichte ihre Fahrt auf. 

Bissig, sarkastisch und mit einer gehörigen Portion Ironie kommt die Geschichte von Uwe Post auf 200 Seiten daher. Wer wenn nicht wir können die Erde vor dem kompletten Zusammenbruch retten? Und welche Preise müssen wir dafür zahlen?
Was gewichtet mehr? Der Dauerstrom für die Beleuchtung eines Fahrkartenautomats oder der einzelne Mensch, der die Erde bevölkert?

Eine climate fiction (ja, das Wort habe ich im Zuge des Buches neu kennengelernt), die durch ihren Witz, ihren Charme und ihr Augenzwinkern viel über unsere abivalente Beziehung zur Zukunft, zur Klimabewegung und zur Technik und deren Entwicklung aussagt.
Mit Phil begeben wir uns auf die Reise in eine nahe gelegene Zukunft, wobei das Buch einige schon jetzt bestehende Ansätze aufgreift und für die Handlung weiterspinnt. Der Ton des Buches führt dazu, dass das Buch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger Angst schürt, sondern einen Weg aufzeigt, wie es werden könnte.

4 von 5 Algen

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