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Samstag, 7. Dezember 2019

Sarah Morgan "Die Zeit der Weihnachtsschwestern"

Die Schwestern McBride könnten unterschiedlicher nicht sein. Hannah, die älteste, ist ein Workaholic. Beth, die mittlere, ist mit ihren beiden Töchtern zuhause, während ihr Mann die Karriereleiter immer höher steigt. Posy, die jüngste, lebt in der Nähe ihrer Eltern, arbeitet mit ihnen täglich zusammen, sei es bei der Bergrettung oder auch im Café oder auf dem Hof.
Einmal im Jahr sehen sie sich alle und jeder kommt mit seinem eigenen Päckchen Probleme zum Weihnachtsfest. Sicherlich sie haben auch alle ein großes Problem.
Darüber wird aber in dieser Familie nie gesprochen, denn eigentlich sind sie keine Familie. Die drei Schwestern sind eigentlichen Waisen, die von Suzanne und Stewart aufgenommen wurden, als ihre Eltern starben.
Vor dem Hintergrund, dass über dieses Problem und auch über die schmerzhaften Erinnerungen, um die Weihnachtszeit nicht gesprochen wird, sind sich die Schwestern heutzutage nicht nahe und jede der Schwestern meint, dass die jeweils anderen das perfekte Leben führen und keine Probleme haben.
Doch als sowohl Beth als auch Hannah verfrüht zum Weihnachtsfest nach Hause zurückkehren, um vor ihren Problemen wegzulaufen, merken alle Schwestern, dass sie eigentlich nichts voneinander wissen.
Als dann auch noch ein Besucher bei den McBrides auftaucht, der die alten Wunden wieder aufreißt, entsteht zum ersten Mal das, was man schwesterliche Zuneigung nennen kann und es wird ein Weihnachtsfest, wie es vorher kein solches gab.
Auch wenn ich eher einen leichten Roman erwartet habe, war ich von der Umsetzung der schwesterlichen Beziehungen zueinander und der Entwicklung des Romans sehr beeindruckt.
Die Autorin schafft es, die Probleme, so unterschiedlich sie auch sein mögen, für jede der Schwestern so aufzubauen, dass man als Leser mit jeder Schwester mitfühlen kann.
Ein eindrucksvolles Buch über Probleme, menschliche Beziehungen und über Missverständnisse.


4 von 5 Sternen

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