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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Oscar de Muriel "Die Schatten von Edinburgh"

Eigentlich könnte es Frey nicht noch schlechter treffen, auf Grund von "Personalstrukturen" verliert er seinen geliebten Job beim CID, gerade als Jack the Ripper sein Unwesen auf Londons Straße triebt. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm. Seine Verlobte verlässt ihn und dann wird er noch nach Edinburgh strafversetzt. Der Mord an einem Violinisten hält die Menschen in Atem und er soll dem dortigen Inspector zuarbeiten. Als Engländer einem Schotten zuarbeiten? Die Fronten sind schnell geklärt. 
Während die beiden versuchen, sich aneinander zu gewöhnen, nehmen die schlechten Nachrichten kein Ende und so riskieren die beiden schnell Kopf und Kragen und ihre Karriere, um den Mörder zu fassen zu kriegen.

Die Reihe um Frey und McGray ist bereits knapp zehn Jahre alt und man merkt es dem Stil an. Es fehlt das heute grundsätzlich Hektische, ohne das ein Krimi kaum mehr auszukommen scheint. Die beiden Protagonisten sind wirkliche Typen mit Ecken und Kanten und ihren eigenen Problemen, wie es Wallander vorgemacht hat.
Es ist eine Mischung aus Sherlock Holmes, Jack the Ripper und einer sehr starken eigenen Idee, die der Autor dezidiert verfolgt. Über viele Seiten erläutert er Einzelheiten über den Geigenbau, Musik und auch den historischen Kontext, sodass man als Leser komplett in die Szenerie eintauchen kann.
De Muriel hat eine wundervolle Erzählstimme und schafft es, dass die Figuren alle einzeln wirken und so eine Bandbreite an Typen neben den Protagonisten die Handlung vorantreiben.
Die Auflösung muss man allerdings mögen, auch wenn sie schlüssig ist. Ich persönlich mag diese Art von Enden nicht  so gerne, auch wenn sie so das größte Überraschungsmoment bieten.

4,5 von 5 Ermittlungen

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