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Sonntag, 18. Oktober 2026

Leo Born "Kalte Schuld"

Vier Jahre galt eine junge Frau als vermisst, bis sie in mehreren Fässern in einem Schuppen wieder auftaucht. Schnell scheint klar, wer für diese grausige Tat nur verantwortlich sein kann, doch wie immer ist alles anders, als es scheint.
Mara Billinsky, dieses Mal in Form eines Kurz-Thrillers, versucht erneut die Straßen Frankfurts sicherer zu machen. Doch wie immer ist ihr Weg gepflastert mit Lug und Trug. Und das nicht nur von Seiten der Bösen, sondern auch innerhalb der Polizei hat sie wieder mit den Machenschaften zu kämpfen. Denn ihre Art des Umgangs mit Verbrechen und auch ihre Sturheit, was die Ermittlungsarbeit angeht, lässt nicht viele Herzen für sie erwärmen.
Dabei gibt ihr der Erfolg gerade recht, was ein Teil des Problems sein kann.
Schnell ist sie der Meinung, dass die von ihrem Chef angestrebte Interpretation nicht mit den Ereignissen überein stimmen kann und sie gräbt sich in die Vergangenheit ein. Erneut mit Erfolg.

Während mir in anderen Teilen die Action oft ein wenig übertrieben vorkam, fand ich diesen Teil auf Grund seiner Ermittlungsarbeit sehr ansprechend. Mara legt den Finger auf die Wunde, zeigt Unschlüssigkeiten auf und lässt das Detail, was viele als unwichtig abtun, nie außer Augen.
In vielen Szenen lässt das Lokalkolorit Frankfurt vor dem gedanklichen Auge auferstehen und den Leser mit durch die Straßen hetzen, um den Täter nicht in der Masse zu verlieren.

Eine gute Mischung aus Vorurteilen und menschlichen Abgründen.

4 von 5 Fässern

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