Enemies to Lovers gibt es inzwischen einig, doch sind es besondere Bücher, die herausstechen. Denn wie schon in ihrem ersten Band hat Stefanie Neeb das Gespür für Gefühle, Zwischentöne und Ängste. Sowohl Freja als auch Nicolaj haben es in ihrer Vergangenheit nicht leicht gehabt, was sich bis in die heutige Zeit bemerkbar macht. Beide verstecken sich hinter Masken, die die Autorin glaubhaft konzipiert hat und deren Gründe nicht jeder zu wissen braucht. Doch genau diese Unnahbarkeit ist es, die diese Geschichte in weiten Teilen trägt. Missverständnisse, Vorurteile, Neid, all die negativen Seiten, die sich die Menschen ausdenken können, werden hier reflektiert und ins Gegenteil verkehrt. Geheimnisse kann man lüften und Ängste eindämmen, wenn man sich traut und wieder lernt zu vertrauen.
Genau wie der erste Band steht neben der eigentlichen Geschichte eine zweite, die den Leser motivieren soll, sein Leben und das Negative zu überdenken. Vieles lässt sich klären und zu schönerem wachsen lassen, wenn man mutig ist und die Chance dafür bekommt.
4 von 5 Cocktails