Wir schreiben das 17. Jahrhundert und der bekannte Alchemist Johannes Kunckel erhält die Pfaueninsel zwischen Berlin und Potsdam von dem brandenburgischen Kurfürst geschenkt.
Wobei ... natürlich erwartet der Kurfürst auch einen Gegenleistung. So sehr sich die beiden freundschaftlich zugetan sind, doch der Kurfürst wünscht sich Gold und den Stein der Weisen.
Stattdessen liefert ihm der Alchemist das klarste Glas ohne Einschlüsse. Genau aus diesem Grund bekommt er auch die Insel. Er soll in Abgeschiedenheit arbeiten können, ohne befürchten zu müssen, dass seine Ideen gestohlen und kopiert werden.
Doch schon von Beginn an, ist diese Beziehung den anderen Menschen am Hof ein Dorn im Auge, gerade weil sich Johannes Kunckel mit der zweiten Frau des Kurfürsten sehr gut versteht und sie seine Kunst schätzt.
Florian Illes hat seinen ganz eigenen Stil erschaffen, wie er seine Geschichten an den Leser bringt. Mit wenig wörtlicher Rede und trotzdem sehr dicht an der heutigen Sprache, beschreibt er viele Begebenheiten am Hof und auch auf der Insel. Wie man sich das Leben auf der Insel vorstellen kann und was bei der Herstellung von Glas wichtig ist. Gleichzeitig zeigt er auf, wie wichtig auch schon damals Beziehungen waren und deren Verlust ein Leben grundlegend verändern konnte. Er vermittelt soviel Wissen auf einer geringen Anzahl von Seiten, dass man am Ende des Buches erstaunt ist, dass er es geschafft hat. Er verwebt Handlung und historische Tatsachen und erläutert am Ende des Buches, welche Quellen er für seinen Text zu Rate gezogen hat.
Ein schönes Buch über ein Stück deutsche Geschichte, die vielen nicht bekannt sein dürfte.
Ein schönes Buch über ein Stück deutsche Geschichte, die vielen nicht bekannt sein dürfte.
5 von 5 Gläsern
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