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Dienstag, 24. Februar 2026

Céline Pardi "Die Glücksagenten"

Perrine hat ihren Job als Buchhalterin verloren. Mit über fünfzig ist der Arbeitsmarkt nicht mehr von ihr angetan und so fristet sie ein Leben ohne Beschäftigung. Antrieblos und missgelaunt geht sie kaum noch vor die Tür und die Stimmung zwischen ihr und ihrem Mann wird immer schlechter.
Als sie sich doch noch einmal aufraffen kann und einen Spaziergang macht, findet sie einen verletzten Hund und es scheint ihre Aufgabe zu sein, diesem Hund ein neues Zuhause zu geben. Schon bei den ersten Spaziergängen mit dem Hund bemerkt sie, wie sie auch andere Menschen mit dem Anblick des Hundes glücklich machen kann und schnell findet sich die Idee, dass sie zur Glücksagentin werden will.

Auch wenn die französische Literatur oftmals nicht nach meinem Geschmack ist, hat sie ein Gespür dafür, schwere Themen in wunderschönen Geschichten zu verpacken. Wir alle kennen das Gefühl, dass wir ausgelaugt sind oder uns unverstanden oder gar nicht gesehen fühlen.
Viele alltägliche Dinge werden einfach nur abgespult und man läuft mit Scheuklappen durch das Leben. Die kleinen Dinge des Lebens findet gar keine Beachtung und werden oft nicht wahrgenommen. So ist es auch im Roman. Die ersten Glücksmissionen sind kleine Aufmerksamkeiten, ein Kompliment, ein Lächeln, nichts womit irgendjemand überlastet wäre. Und doch wir kennen es, es kommt uns im Alltag kaum über die Lippen.
Das Buch ist lebensbejahend und zeigt, dass auch in schlechten Zeiten man den Kopf über Wasser halten kann, wenn man die richtige Einstellung dazu hat. Natürlich ist dies keine Lösung für alle, doch zeigt das Buch wunderschön, wie man sich in seiner Haut wieder wohler fühlen kann, wenn man die richtige Chance ergreift.

"Die Glücksagenten" ist ein Buch, was die Seele in dunklen Zeiten wärmt und beim Lesen ein Lächeln in das Gesicht zaubert, denn Hoffnung und Zuversicht sind neben Liebe und Zuneigung die stärksten Gefühle.

5 von 5 Glücksagenten  

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