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Freitag, 1. April 2022

Klaus N. Frick "Wie künstlich ist Intelligenz?"

Künstliche Intelligenz oder auch KI ist eines der Themen, das sich in den letzten Jahren vermehrt in die Literatur geschlichen hat. Zwischen Realismus und Kopfschütteln war alles dabei und als Leser ist man geneigt zu sagen, entweder wird es verharmlost oder geradezu überspitzt, dazwischen gab es oftmals nicht viel.
Anders kommt diese Anthologie von Klaus N. Frick daher. Zu den neun ausgewählten Geschichten hat der Herausgeber Klaus N. Frick Reinhard Karger, Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, mit ins Boot geholt, der das Nachwort zu dieser Anthologie verfasst hat.
Erzählerisch wie auch thematisch nähern sich die neun Autoren der Thematik "KI" von sehr unterschiedlichen Blickwinkeln, sodass der Leser einen vielfältigen Eindruck vom zukünftigen Nutzen der KI gewinnen kann.
Sei es beim Hausbau, im Gesundheitswesen, im Übergang zum Illegalen oder auch im "Zwischenmenschlichen", die Möglichkeiten des Einsatzes, aber auch die damit einhergehenden Probleme, werden in den Kurzgeschichten anschaulich dargelegt.
Für den Leser ist es angenehm, dass die Geschichten auch nicht belehrend mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommen, sondern manche sind lustig, manche melancholisch, manche regen zum Nachdenken über den Einsatz von Technik an.
Aber allen Geschichten liegt zu Grunde, dass sie aus dem jetzigen Standpunkt der Technik nicht zu fantastisch oder unwahrscheinlich empfunden werden. Alle Autoren haben es geschafft eine Geschichte zu erzählen, wie sie in naher Zukunft passieren könnte, ohne das die Technik sich ein Bein ausreißen müsste, um die Qualität gewährleisten zu können.
Eine tolle Anthologie für Leser, die sich mit "realistischer" KI befassen möchten.

4,5 von 5 KIs

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