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Sonntag, 25. April 2021

Mary Ann Fox "Je länger die Nacht"


Das ewige Pendeln zwischen Oxford und Rosehaven hat Mags und Sam auf Dauer einfach zu sehr genervt, so dass sich Sam dazu entschlossen hat, sein Buch in Mags "Haus" zu schreiben und sich von der Uni eine Auszeit zu nehmen. 
Obwohl er es im Vorfeld natürlich nicht wusste, zu einem besserem Zeitpunkt hätte er den Umzug nicht in die Wege leiten können, denn Mags gerät in diesem Band in tödliche Gefahr.
Denn was eigentlich ganz harmlos mit einem Ausflug zum Watergate Museum of Fine Arts beginnt, wird immer mysteriöser als sich herausstellt, dass die Karten nicht von der Direktorin als Aufmerksamkeit an die Mitglieder des Gartenvereins von Rosehaven geschickt worden sind und keiner weiß, wer die Karten weitergeleitet hat. Als dann noch ein Mitarbeiter des Museums bestürzt vor Mags davon läuft und kurze Zeit später tot ist, häufen sich die Hinweise, dass die Idylle nicht so ist wie sie scheint.
Doch was haben Mags' Eltern mit dem Museum zu tun?

Im vierten Fall um Mags Blake und die Bewohner von Rosehaven geht es viel um Mags Vergangenheit und darum, dass sie den Verlust ihrer Eltern nicht verknusen kann. Sicherlich will sie sich auf die Beziehung mit Sam einlassen, doch andererseits sind ihre Verlustängste noch immer an das Verschwinden ihrer Mutter und den plötzlichen Tod ihres Vaters gebunden. So ist es nicht verwunderlich, dass sie sich entgegen aller guten Vorsätze in das Getümmel stürzt, als es Hinweise gibt, die sowohl das Verschwinden ihrer Mutter als auch den Unfall ihres Vaters zu beleuchten scheinen.
Mags als Gärtnerin ist die klassische private Schnüfflerin, die neben der Polizei eigene Nachforschungen anstellt und dabei öfter auch in prekäre Situationen gerät. Was bei anderen Buchreihen dem Leser ein Kopfschütteln abnötigt, zeigt sich hier ein wenig anders, da Mags schon die Einsicht hat, dass sie, das was sie getan hat, nicht hätte tun sollen, was sie in meinen Augen sehr sympathisch macht.
Knapp 240 Seiten machen die Bücher der Serie zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, wenn man das Genre cosy crime mit ein wenig Lokalkolorit mag.  

4 von 5 Sternen

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