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Sonntag, 11. Oktober 2020

Beate Maly "Tod am Semmering"


So hatte Herr Sebastian sich den Wochenenddienst im Grandhotel Panhans nicht vorgestellt! Sicherlich mit nur einem kleinen Teil der Belegschaft eine Gesellschaft zu betreuen, wäre schon sowieso eine Herausforderung gewesen, aber dann noch ein Schneesturm und Verbrechen? Alles an einem Wochenende? Es war zum Verzweifeln!
Dabei beginnt die Geschichte ganz harmlos, indem die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch und damit auch Anton Böck per Zufall an Karten für einen wohltätigen Tango-Kurs im Grandhotel Panhans kommen.
Doch schon die Reise wird beschwerlich, da ein Schneesturm aufzieht.
Im Hotel ist nur ein kleiner Bereich für die Gäste hergerichtet, da nur diese kleine Gruppe im Hotel logiert...
Was sich entwickelt, wenn wenige Menschen zusammen an einem Ort eingeschlossen sind? Sicherlich keine freudige Teeparty. 😉 Oder vielleicht doch?
Sprachlich fließt auch Lokalkolorit ein, was dem Buch seinen eigenen Charme gibt.
Beate Maly legt mit diesem Buch den Erstling zu ihrer Reihe um Ernestine Kirsch vor und wie schon der Buchrücken verspricht, ist es ein Buch ganz in Stil der Queen of Crime Agatha Christie.
Dabei ist es so, dass man als Agatha Christie Leser mehrere Szenen aus dem Repertoire der Queen of Crime erkennt, aber Beate Maly adaptiert diese Szenen auf ihre Art, sodass das es nicht abgekupfert wirkt.

Das Buch sieht aus wie eine Hommage an die großen Detektivgeschichten aus dem vorigen Jahrhundert. Doch erreicht die Autorin durch den Ortswechsel, dass sich dem Leser eine völlige neue Welt eröffnet, denn neben den klassischen, englischen cosy mystery Elementen fügt sich die Wiener Lebensart hervorragend in die Geschichte ein.

4,5 von 5 Sternen


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